altemaelze

Beyond a dying horizon

Deapscufa

Wer das erste Bathory Album kennt und sich das noch eine Stufe schlechter vorstellen kann, weiß wo die Reise hingeht.

Das amerikanische Ein-Mann Projekt Deapscufa veröffentlicht mit „Beyond a Dying Horizon“ sein erstes Album als digitalen Release. Komplett über fünf Jahre in Eigenregie komponiert, eingespielt und produziert von Nick Hadley soll es wohl Symphonic Black Metal bieten á la Dimmu Borgir, Cradle of Filth usw. Leider ist die Produktion so grausig, dass man davon so gut wie nichts hört. Wer das erste Bathory Album kennt und sich das noch eine Stufe schlechter vorstellen kann, weiß wo die Reise hingeht. Der Gesang hört sich wie ein Rabe mit Keuchhusten an, vom Rest der Instrumente hört man so gut wie nichts aus ab und an etwas Keyboardgeplucker. Das Gitarrensolo beim Einstieg „Monapfylen“ ist nicht schlecht, „Sound of the Wind“ geht Richtung leicht spährischen Black Metal. Das schleppende „Revenant“ wäre ganz annehmbar, wenn man was hören würde. Der Titelsong hat einen coolen ruhigen Keyboardpart und „Encastlement“ tendiert gar in Richtung Epic Metal á la frühe Manowar. Komplett aus dem Rahmen fällt der instrumentale Rauswerfer „Afterfylgan“ mit Vogelgezwitscher und Waldesrauschen. Zweieinhalb Sterne von meiner Seite für die ganze Arbeit usw., die in diesem Album steckt. Freiwillig höre ich es mir aber nicht mehr an und lege jetzt mal „Welcome to Hell“ von Venom auf. (bandcamp) HJH **/*

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal