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Bayerischer Popkulturpreis in fünf Kategorien vergeben

Im Rahmen einer Feierstunde wurde am 30. November der diesjährige Bayerische Popkulturpreis vom Verband für Popkultur in Bayern e.V. (VPBy) in fünf Kategorien im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks verliehen.

Ralf Duggen, Der Krater Bebt, Ab geht die Lutzi!, Stattbahnhof und Modular Festival sind die Preisträger:innen 2022

Am 30. November wurde der diesjährige Bayerische Popkulturpreis vom Verband für Popkultur in Bayern e.V. (VPBy) in fünf Kategorien im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks an Ralf Duggen, Der Krater Bebt, Ab geht die Lutzi!, Stattbahnhof Schweinfurt und Modular Festival verliehen. Jede Kategorie ist dank der Förderung durch das Kunstministerium (Pop-Raute, Ökologische Nachhaltigkeit, Festival), München Ticket GmbH (Club) und fritz-kola (Soziale Nachhaltigkeit) mit je 2000,00 Euro dotiert. Als Jury fungierten wieder zahlreiche Expert:innen aus Musikwirtschaft und Medien sowie Landtagsabgeordnete von CSU, Bündnis 90/Die Grünen, Freie Wähler, SPD und FDP.

 

„Der Verband für Popkultur in Bayern ist der Verstärker unserer bayerischen Pop- und Rockszene! Und der Bayerische Popkulturpreis ist ein echter Evergreen: Seit 1991 würdigt er herausragendes Engagement, das unsere bayerische Rock- und Popszene so lebendig, impulsgebend und einzigartig macht. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger tragen mit ihren innovativen Ansätzen und kreativen Projekten die Popkultur in die Regionen Bayerns. Vielen Dank dafür und herzlichen Glückwünsch!“ betonte Kunstminister Markus Blume anlässlich der Verleihung des Bayerischen Popkulturpreises 2022.

In seiner Laudatio hebt der Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib Ralf Duggens jahrzehntelange Engagement hervor: „Einen solchen kulturellen Raum schafft der diesjährige Preisträger Ralf Duggen mit dem Umsonst&Draußen-Festival seit nunmehr 35 Jahren für Würzburg, Unterfranken und ganz Bayern. Jedes Jahr finden sich auf den Mainwiesen bis zu 100.000 Menschen zusammen, die von einem breit gefächerten, liebevoll ausgestalteten Kulturprogramm begeistert werden. […] Als Vorstand des Dachverbandes freier Kulturträger Würzburg ist Ralf Duggen maßgeblich daran beteiligt, Kulturträgern eine politische Stimme zu geben und Strukturen aufzubauen, in denen Kulturschaffenden die finanzielle Rückendeckung gegeben wird […].“

Antje Rink und Felix Gantner von Landkreis Bad Kissingen, die im Bereich der Sozialen Nachhaltigkeit die Initiator:innen Ab geht die Lutzi vorgeschlagen hatten, begründete dies mit folgenden Worten: „Nicht nur weil der Preis eine tolle Wertschätzung des Geleisteten ist. Sondern auch, weil der Preis ein Anreiz ist, weiter zu machen. Und das nächste Thema „Leichte Sprache“ ist ja schon auf der Agenda. Die Verantwortlichen der Lutzi nehmen eine Vorbildrolle für das Thema im ländlichen Raum ein. Sie agieren als Botschafter für das Thema Barrierefreiheit und Kultur in der Region Main Rhön. Damit zeigen Sie: Popkultur inklusive ist eine lohnenswerte Vision.​“

Die Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer würdigte die Preisträger:innen der Kategorie Festival des Jahres: „Unzählige Donau-Rieser Ehrenamtliche schaffen Jahr für Jahr ein über die Landkreisgrenzen hinaus beliebtes Festivalerlebnis und achten dabei vorbildlich auf Regionalität, Inklusion, Nachhaltigkeit und vielfältige Musik-Acts. In diesem Jahr wurde so viel Müll vermieden wie noch nie und das solidarische Miteinander nochmal verstärkt. Vom Engagement der „Der Krater bebt“-Crew, können Festivals und Vereine in ganz Bayern lernen, das Festival lädt geradezu zur Nachahmung ein und hat den Preis daher mehr als verdient.“

Für den Preis an den Stattbahnhof in Schweinfurt als Club des Jahres erklärte der als Laudator agierende ehemalige Stadtrat der Stadt Schweinfurt Prof. Dr. Hubert Seggewiß: „Aber gerade Schweinfurter Musikerinnen und Musiker bezeichnen den Stattbahnhof gerne als ihr Wohnzimmer. Hier haben auch unbekannte und junge Bands – ermöglicht durch die große Toleranz hinsichtlich der verschiedenen Musikrichtungen – die Möglichkeit, Konzerterfahrung sammeln – und das nicht nur bei den jährlichen Newcomer-Festivals. Manch jüngerer oder jung gebliebene Mensch hat dabei im Stattbahnhof Halt gesucht und diesen auch gefunden. […] Möge dabei der Statti noch lange existieren, sich seine Besonderheit erhalten – und auch bei den Stadtvätern und -müttern die Anerkennung erhalten, die er sich verdient hat.“

Für die Kategorie Ökologische Nachhaltigkeit stellt Dr. Norbert Stamm vom Büro für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg fest: „Und genau das tut ihr vom Stadtjugendring Augsburg – ihr nehmt die ökologische Dimension in den Blick. Mit einer Aktivität, die vor allem erstmal kulturell und sozial ist (und auch ein bisschen wirtschaftlich) – dem großen jährlichen Jugendfestival MODULAR. Und ihr macht das kontinuierlich, eindrücklich und vorbildlich. […] Ihr wolltet und wollt Klima- und Ressourcennutzung sichtbar und messbar verringern, und nicht erst im Nachhinein ausgleichen. Ihr wollt nicht kompensieren, sondern vermeiden. Ihr habt euch dazu auf die Suche gemacht und ein Tool gefunden, einen CO2-Rechner, der euch dabei hilft.“

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Regensburger Band The Komets.

(Fotokredit: Dominik Hupf)