altemaelze

Blinding Force

Incursion

40 Jahren liesen sich die Musiker Zeit für ihr Debut!

Schlappe 40 Jahre nach Bandgründung kommt die amerikanische Band Incursion mit ihrem Debüt „Blinding Force“ ums Eck. Das fett produzierte/aufgenommene Album (Mix & Master vom renommierten Jörg Unken), an dessen Drumsound sich manches Label eine dicke Scheibe abschneiden könnte, bietet furiosen US Heavy  Metal/Power Metal klassicher Art. Sänger Steve Samson ist ein Meister seines Fachs, die beiden Gitarristen schrauben sich feinste Soli aus den Saiten und auch der Bass ist schön prominent im Mix. Führt einen der Einstieg ins Album mit dem Titelsong noch in die Irre (Mischung aus flottem Doom und Epic Metal  á la Manilla Road, Candlemass, Solitude Aeturnus mit schönen nicht ganz ernst zu nehmenden Schlachtenlyrics) so geht der Rest des Albums dann eher in die glorreiche Zeit von Riot („Running out“), Jag Panzer/Titan Force (das wahrhaft satanische 😉 „The Rites“) oder auch Manowar (im episch balladesken mit feinen Akustikgitarren unterlegten „The Sentinel) mit langem Sologitarrenduellen zurück. Der qualitätsbewusste Metalfan greift hier dann bei diesem sechs Sterne Album bedenkenlos zu. Die Höchstnote verfehlt die Scheibe nur auf Grund der schlappen Laufzeit von gerade mal 41 Minuten. Hier hätte man als Bonus die exklusive  B-Seite „Allied Forces“(Triumph Coversong) der „Running Out“ Single (bei YouTube kann man ein Lyric Video checken und sich einen Höreindruck verschaffen) und eventuell nochmal die EP „The Hunter“ (ebenfalls bei YouTube in voller Länge offiziell anzuhören) mit aufnehmen können. Dann wäre die Scheibe randvoll gewesen. (No Remorse Records) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal