altemaelze

Yell

Cheap Wine

Altbewährte Mischung aus Alternative-Country mit Southern-Einflüssen und Blues-Zutaten!

Sie kommen aus Pesaro in Italien und spielen seit einem Vierteljahrhundert zusammen – anfans als Tribute-Band an Neil Young, inzwischen durchaus eigenständig mit einem Sound zwischen Alternative, konkret dem sogenannten Paisley Underground der 80er Jahre zugehörig, und Southern Rock. Mit „Yell“ legt die Band um die Brüder Marco und Michelle Diamantini schon ihr 14. Album vor und die Italo-Rocker greifen erneut auf ihre altbewährte Mischung aus Alternative-Country mit Southern-Einflüssen und Blues-Zutaten zurück. Die von Cheap Wine durchweg in Eigenregie eingespielten Titel der neuen Scheibe beginnen mit “Greedy For Life” und starken psychedelischen Guitar- und Keys-Interpretationen, die in ihren Ursprüngen vom Green On Red-Vorbild nicht weit entfernt sind. Das Sound-Spektrum ist breit gespannt und reicht von rasanten Rocknummern wie “No Longer Slave” oder dem Titelsong “Yell” als großartigen Wüsten-Rocker über dem sich zwischen Ray Davies Americana- und Tom Petty-Country-Rock-Flair entfaltenden Song “Sun Rays Like Magic” bis zu Stücken wie „The Scent Of A Flower“ mit einem fast “leisen” Country/Folk-Charakter. Die insgesamt wieder bärenstarke Mannschaftsleistung der Band – Alessandro Grazoli am Bass, Alan Giannini (Drums) und Alessio Raffaelli an den Keys – kann ebenfalls bei einem weiteren Top-Track, “The Devil Is Me”, absolut überzeugen. Und im Gegensatz zu früheren Produktionen  wird dieses Mal ganz auf das sonst so verführerische Piano-Spiel von Raffaelli verzichtet wird. Stattdessen untermalt seine Orgel hier die äußerst präsente Gitarrenarbeit der beiden Gitarristen. Diese Band ist auch nach 25 Jahren noch immer kein bißchen leise. Tolles Album! (Cheap Wine Records) P.Ro

*****

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