altemaelze

Fire Rider

Winter

Auch hier herrscht wieder Gothic Rock vor!

Ein Jahr nach dem letzten offiziellen Album „Pale Rider“ (die für mich eher belanglose und musikalisch nicht wirklich gute  Zusammenstellung „Looking Back“ lassen wir mal aus) gibt es nun mit „Fire Rider“ das nächste Album des Projekts Winter. Wie dort herrscht auch hier wieder Gothic Rock in der Schnittmenge von Moonspell, Paradise Lost, Sisters of Mercy (deren „Under the Gun“ hier gecovert wird), The Mission. Lord oft he Lost und natürlich auch HIM (besonders bei „I want it Black“) vor, was der dunklen, recht tiefen Stimme geschuldet ist. Erinnert sie doch oft an Ville Valo (nur nicht so wandelbar). Im Vergleich zum Vorgänger wurde aber der Härtegrad teilweise etwas nach oben gezogen und so brettern Songs wie der Titeltrack oder „Never again“ ganz schön heftig aus den Boxen. Ansonsten gibt es coole Goth Rock Nummern wie den Einstieg „Unholy Blood“ oder „Into the Void“ mit Gastgesang von Florian Grey (den ich wie auch die anderen nicht kenne, die aber den Songs eine interessante vokale Note geben). Die Balladenfraktion wird mit „Under the Gun“ (Duett mit Nera Mamic, erinnert an Paradise Lost gepaart mit Depeche Mode) und dem Rauswerfer „Run away from Pain“ (der leider ein extrem unpassendes, langes „Yngwie Malmsteen“-Gitarrensolo abbekommen hat). Eher ungewöhnliche Töne gibt es beim 80er Jahre Song „Child oft he 80s“ und „Can’t hold back the Tears“ mit Saxofonpart, wo mich die Gesangsmelodien wie auch bei „That much is True“ an die Ramones erinnern und dem fast schon poppigen „When all is said an done“ mit fröhlichen Melodien und rockigen Einschüben.  Die Produktion ist Top, der Bass schön vernehmbar, ab und zu gibt es sogar Streicher und bei den Drums kann man kaum erkennen ob sie echt oder programmiert sind. Die Gitarrensoli sind in der Regel passend, gut gespielt und schön zahlreich vertreten. Von meiner Seite gibt es fünfeinhalb Sterne und den Hinweis, dass es auf Platte noch einen weiteren Song gibt. Wer sich für die Scheibe interessiert und sich dennoch unschlüssig ist, ober man sich das Album kaufen soll checkt YouTube wo es gleich vier der 16/17 Songs als Video zu sehen gibt. Ach ja, das CD Cover sieht schon ziemlich nach dem Film „Ghost Rider“ von Marvel aus. (Wintergothic Records) HJH

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