altemaelze

Final Days

Orden Ogan

Neueinspielung des letzten Albums mit Gastsängern!

Die Power Metal Band Orden Ogan um Sänger/Produzent Seeb Leevermann veröffentlicht Ende Oktober eine Art Remake ihres 2021er Albums „Final Days“ auf den nunmehr ausgewählte, namhafte, befreundete Sänger/innen diese Lieder zum Besten geben. Top produziert und dank einer klasse Band hervorragend gespielt (die Gitarrenarbeit ist echt Weltklasse, das Schlagzeug schiebt dank fast durchgehendem Dauereinsatz von Double Bass ordentlich an) gibt es hier flotten Power Metal mit teilweise opulenter „Orchestrierung“  in der Schnittmenge von Blind Guardian, Rage aber auch Running Wild „(Interstellar“ mit Andy B. Franck von Brainstorm am Mikro) und etwas melodischem Death Metal/Thrash Metal auf die Ohren. Ob es hier musikalische Veränderungen zur Urversion des Albums gibt kann ich nicht sagen. Dafür wurde ein neuer Song mit „December“ an den Anfang gestellt, der mich im poppigen Refrain musikalisch an Gary Moore’s „Over the Hills and Far away“ erinnert und als Abschlusssong gibt es „Fields of Sorrow“ (vom 2017er „Gunmen“) in einer reinen Orchesterversion mit Chorgesängen.  Ansonsten erinnert die Musik auch dank der ausgewählten Sänger/innen dann irgendwie an deren Bands. „Heart of the Android“ hat einen richtigen Rage-Touch dank Peavy.  „In the Dawn of the Al” macht auf Blind Guaradian meets Gamma Ray (Frank Black hier am Co-Gesang), “Inferno” hat die volle Amaranthe Schlagseite (auch wegen Sänger Nils Molin). Es gib eine tolle Ballade „Alone in the Dark“, wo Chris von Grave Digger und Marta von Crystal Viper überzeugen und erfolgreich stimmlich die Schöne und das Biest geben. Zwei eher harte Nummern könnten auch auf neuen Alben von In Flames („Black Hole“) bzw. Soilwork („It is over“) eine gute Figur machen und Epica/After Forrever würden „Absolution For Our Final Days“ mit Kusshand nehmen. Und wer gerne melodischen Speed/Thrash Metal hört, wird mit „Hollow“ glücklich, das Marc Lopes von Ross the Boss hervorragend rüber bringt. Welche Albumversion man schlussendlich kauft hängt natürlich vom eigenen Geldbeutel ab. Der Fan der Band kauft beide, der Rest hört besser vorher mal rein und entscheidet dann was ihm lieber ist. Bei YouTube kann man im offiziellen AFM Records Channel ein paar Songs anhören. Ich kenne die 2021er Version nicht, gebe aber sechs Sterne für diese Version, denn die CD ist richtig gut geworden. (AFM Records) HJH

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