altemaelze

Awakening

Trauma

Unterm Strich ein wahrlich prachtvolles Werk im Mix aus Heavy und Speed Metal!

Sieben Jahre nach ihrem letzten Album veröffentlicht die amerikanische Speed Metal Band Trauma mit „Awakening“ ihren tatsächlich erst vierten Dreher in über vier Jahrzehnten Bandgeschichte. Kennen tut man die Band dann am ehesten, weil der legendäre Cliff Burton in den Anfangstagen den Bass gezupft hat. Von der aktuellen Besetzung ist hier dann Greg Christian zu nennen, der früher lange Zeit Bassist bei Testament war und der hier dank der formidablen Produktion auch gut im Mix zu vernehmen ist. Zudem hören sich die Drums (oft und gerne im flotten Double Bass Mode unterwegs) wie echtes Schlagzeug an und die Gitarren bieten feinstes Solieren. Sänger Brian Allen hat den Erik A.K. perfekt drauf, kann aber auch mit normalerem Gesang glänzen und beweist, warum er schon bei Vicious Rumors hinterm Mikro stand. Musikalisch gibt es hier dann eine klasse Mischung aus Heavy (Gitarrenbereich) und Speed Metal in der Schnittmenge von Flotsam & Jetsam, Riot, Anthrax, Vicious Rumors, Omen, aber auch immer wieder etwas Metal Church und Nevermore (wenn es schön technisch wird) auf die Ohren. Die Chorgesänge sind fast durchgehend immer richtig melodiös und erinnern mich bei „The River Red“ gar an Queensryche von früher. Balladen gibt es logischerweise keine, das Gaspedal wird fast durchgehend schön tief gedrückt und die Songs sind immer flott nach vorne gespielt aber nie zu übertrieben hart. Es gibt immer wieder feine Melodien und wie beim Einstieg „Walk away“ gar einen kurzen Flamencogitarrenpart mit normaler Singstimme (die man beim offiziellen Video auf YouTube nachhören kann). Unterm Strich ein wahrlich prachtvolles Werk, dass mir sechs Sterne wert ist und wo kein Song explizit herausgehoben werden muss, denn die knapp 45 Minuten sind ein einziger Genuss. Sollte man haben. (Massacre Records/Soulfood) HJH

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