altemaelze

Alma

Yaron Herman

Klassische Einflüsse, Volkstümliches und auch ein Jazz-Standard standen Pate, jedoch wird der freien Improvisation der meiste Raum freigehalten!

Mit seinem zehnten Album „Alma“ wagt der 1981 in Tel Aviv geborene und in Paris lebende Jazz- und Experimental-Pianist YARON HERMAN einen „Sprung ins Leere“ – alle 17 Titel entstanden direkt während der Aufnahme ohne vorherige Notierung – Komposition gleich Improvisation. Hierbei greift HERMAN die „totale Improvisation“ als Basis auf, die bis Ende des sechzehnten Jahrhunderts den Kern der musikalischen Praxis bildete. Ein Wagnis, das Offenheit und Können erfordert – beides ist bei diesem Künstler zweifellos vorhanden. Oftmals verwechseln Musiker Improvisation mit technischen Tricks und Spielereien, was bei diesem Release nie der Fall ist. Hier sind Melodien zu hören, die sich natürlich weiterentwickeln und bei der die Herangehensweise sich bei jedem Track ändert. Klassische Einflüsse, Volkstümliches und auch ein Jazz-Standard standen Pate, jedoch wird der freien Improvisation der meiste Raum freigehalten. Ruhig, introspektiv, packend, fordernd, mitreißend… diese Musik kann und soll stilistisch nicht in eine bestimmte Schublade gesteckt werden. Der Jazz ist die Grundlage, aber mit regulären Kategorisierungen greift man am Thema vorbei. „Alma“ (Seele) zeigt den Musiker und Menschen YARON HERMAN „live“ und direkt – der Sprung war nicht umsonst… (naïve) TheRealPal

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