altemaelze

Survive

Stratovarious

Mix aus flotten Power Metal Songs und süffigen skandinavischen Hard Rock!

Sieben Jahre nach „Eternal“ erschien mit „Survive“ endlich das neue, bereits 16. Album der finnischen Power Metal Band Stratovarius. Perfekt produziert bietet die Scheibe alles, was die Fans an der Band (oder von der Musikrichtung) lieben. Flotte Power Metal Songs in der Schnittmenge von Helloween, Sabaton, Rhapsody (of Fire/nur mit weniger Kitsch)  oder auch harter Pretty Maids („Demand“, „Broken“, FIrefly“ oder „Glory Days“), süffigen skandinavischen Hard Rock (die an z. B. Eclipse erinnernden „We are not alone“ bzw. „World on Fire“), einen knallharten, fast schon Thrashmetal-lastigen Titelsong zum Einstieg, mit „Breakaway eine leicht symphonische angehauchte Halbballade und den obligatorischen Longtrack mit dem Elf-Minüter „Voice of Thunder“ mit zwei minütigen Akkustikeinstieg, bevor die Abfahrt Richtung Dream Theater usw. genommen wird. Die Band ist grandios, die wahrlich starken Gitarrensoli sitzen und ab und zu blitzt dann auch noch das Können von Jens Johansson an den Keyboards auf, vor allem, wenn er sich wie bei „Broken“ bzw. „Beyond the Fall“ schöne Duelle mit der Gitarre liefert. Die Drums ‚Double Bassen‘ in einem Höllentempo vor sich hin und der Gesang von Tomi Kotipelto in Verbindung mit den feinen Chorgesängen bietet feinstes Hörerlebnis. In Summe ein starkes „Comeback“, das mit sechs Sternen zu bewerten ist.  Was der gute Mann von laut.de genommen hat, als er die Kritik schrieb, kann ich mir gerade nicht vorstellen. An Schlager erinnert hier jedenfalls nichts, nur falls hier jemand über diese Review stolpern und dadurch von Kauf abgeschreckt werden sollte. Allenfalls sind die Keyboards ab und an zu sehr auf Battle Beast oder Amaranthe gebügelt. Wer genug Geld im Portemonnaie hat greift hier aber lieber gleich zur Japan-CD mit einer Bonus Live CD an Bord. (earMusic/Edel) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal