altemaelze

Emerge

Drown Again

Das Album ist schön rockig gehalten und ansonsten regieren schön fluffige Melodien

Die US Band Drown Again um Sänger/Produzent Rob Mancini (der zwei Jahre lang auch bei der Münchner Hard Rock Band Hotwire um Drummer Ton Glas von Bayern 1 am Mikro stand bzw. die Gitarren schwang) veröffentlichen mit „Emerge“ ein Album, das Fans von The Cult („The Saving“), New Model Army meets Big Country („Measure of men“) , INXS („Letter from a Father“), Reamonn aber auch Dan Lucas gefallen dürfte. Das Album ist schön rockig gehalten und weist ein, oder zwei Schlenker sogar Richtung Alternative Rock/Metal auf („Pride before the Fall“, „Drown again“ bzw. „End begin again“), wo die Gitarren mal so richtig von der Leine gelassen werden und schöne Soli zum Besten geben.  Ansonsten regieren schön fluffige Melodien, die von der kräftigen, tiefen (aber wenig wandelbaren) Stimme vorgetragen werden. Sie erinnert mich an eine Mischung aus Rea Garvey, Dan Lucas und Ben Zucker. Balladen gibt es keine, aber „Letter from a Father“ mit akustischem Element kommt dem recht nahe. Verzichten könnte ich auf dem absoluten Langeweiler „Cage of my Skin“, dafür macht der Planet P Project meets Tony Carey Song „This Life“ Boden gut. Toller Rocksong. Leider nerven mich die Drums, die an Frontiers Rec.-Alben erinnern und auch die Produktion an sich ist eher so lala und wird der tollen Band (immerhin ist der Bass gut zu vernehmen) nicht so wirklich gerecht. Vielleicht liegt es aber auch an der MP3 Version, die zudem einen Song vermissen lässt, der auf der CD enthalten sein wird („Edge of a Broken Heart“). Davon abgesehen macht das Teil Spaß und bekommt von mir grad noch fünf Sterne. Mal sehen wie die CD sich dann so anhört. Sollte man auf alle Fälle im Augen behalten. (Independent) HJH

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