altemaelze

Quo’ing In – The Best Of The Noughties

Status Quo

Diese Compilation ist ein echtes Sammlerstück für jeden Status Quo Fan.

Sie gehörten zu den langlebigsten Rockbands, können ähnlich wie die Stones 2022 ihr 60. Bandgeburtstag feiern, wenn man als Gründungsjahr 1962 nimmt, als Francis Rossi und Alan Lancaster aus einer Schülerband in London heraus eine Band mit dem Namen The Scorpions gründeten, zu der im Jahr danach Rick Parfitt stieß. In der Folgezeit mussten häufige Besetzungswechsel hingenommen werden und erst 1967 nannte man sich in Status Quo um, das wären dann aber auch 55 Jahre für ein Jubiläum. Seitdem hat die Band mehr als drei Dutzend Longplayer und Livealben veröffentlicht, das aktuellste liegt jetzt mit diesem Doppel-Album vor. Allerdings werden da auch wieder keine neuen Songs präsentiert, das letzte Album mit neuen Songs war das 2019er Werk „Backbone“ mit elf neuen Songs, übrigens das erste Album ohne den 2016 verstorbenen Rick Parfitt. Zuvor hab’s vor allem viele Compilations oder auch akustische Neueinspielungen bekannter Songs. Und diese Tradition setzt Francis Rossi fort. Zwar gab es schon viele Status Quo Compilations, jedoch stets mit klarem Fokus auf die 70er und 80er und die klassischen Hits der Band. „Quo’ing In – The Best of the Noughties“ schaut nun zurück auf die letzten zwanzig Jahre dieser legendären britischen Rockband. Das ist ein „best of“-Album, das sich insbesondere dem Output von Status Quo im neuen Jahrtausend widmet mit insgesamt 35 Tracks. Das Set beginnt mit Tracks von „Heavy Traffic“ aus dem Jahr 2002, dem ersten „richtigen“ Album der Nullerjahre (nach dem Coverset „Famous In The Last Century“), und enthält außerdem Stücke von „The Party Ain’t Over Yet“ [2005], „In Search Of The Fourth Chord“ [2007], „Quid Pro Quo“ [2011], „Bula Quo!“ [2013], „Aquostic: Stripped Bare“ [2014] und „Acoustic II: That’s A Fact“ [2016] sowie „Backbone“ aus dem Jahr 2019, sowie einige andere Musik-Perlen, darunter Stücke, die mit Brian May und den Beach Boys eingespielt wurden. Dazu kommen brandneue Studioversionen von zeitlosen Klassikern wie „Caroline“, „Paper Plane“ oder „Rockin‘ All Over The World“ sowie neue Studio-Mixes, wie z.B. von „Backbone“ und „Cut Me Some Slack“.

Francis Rossi sagte über das Album: „Als wir in die Nullerjahre kamen, standen wir echt unter Druck. Wir kämpften darum, unseren Platz an der Spitze zu halten, und waren in gewisser Weise durch das, was vorher war, belastet. Es war eine Zeit des Wandels, und die Band, die ‚Heavy Traffic‘ aufnahm, ist eine andere als die, die ‚Backbone‘ abgeliefert hat, aber was sich nicht geändert hat, sind die Leidenschaft, die Energie und der Wunsch, auf dem Vorangegangenen aufzubauen. Die Tatsache, dass so viele dieser Songs aus unseren Live-Sets nicht mehr wegzudenken sind, zeugt von ihrer Stärke. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich nicht in Nostalgie schwelge, aber ich denke, dass das, was Status Quo in diesen zwanzig Jahren erreicht hat – angesichts von Herausforderungen, die keiner von uns vorhersehen konnte – es wert ist, gefeiert zu werden“.

Genau diese Einstellung bescherte der Band auch in den Nullerjahren diverse Chart-Alben und Single-Erfolge. Um diese Ära adäquat zu feiern, finden sich auf »Quo’ing In« sowohl die größten Hits dieser Zeit wieder, als auch absolute Raritäten, neue Mixes und brandneue Studioversionen von Klassikern. So wird aus einer Compilation auch ein echtes Sammlerstück für jeden Status Quo Fan. Die Best-Of erscheint als 2CD Jewelcase sowie als limitiertes 3CD Digipak mit einer bisher unveröffentlichten Show der Band von 2008 mit zehn Live-Klassikern als Bonus. (earMUSIC) P.Ro *****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal