altemaelze

Pagans Rising

Hexed

Flotter Symphonic Metal mit starker Betonung auf Metal!

Die Schweden Hexed um Sängerin Tina Gunnarsson veröffentlichen Ende September mit „Pagans Rising“ ihr zweites Album. Geboten wird hier sehr flotter Symphonic Metal mit starker Betonung auf Metal ohne jegliche Balladen und interessantem Textkonzept rund um die Hexenjagd in Schweden im 17. Jahrhundert. Musikalisch sind sie näher an einer Band wie Epica als an Nightwish dran, agiert man doch mit ordentlich Schmutz unter den Fingern. Die Songs sind durchgehend extrem hart angelegt und streifen, wenn dann noch die Growls von Gitarrist Stellan Gunnarsson dazukommen, das Melodic Death Metal Gefilde von Bands wie Arch Enemy (Titelsong oder auch „Prophecy“). Es gibt immer wieder sehr feine Gitarrensoli („Incantation“ ist hier ein richtig gutes Beispiel), die die Band eher in die progressive Metal Richtung schieben, die Drums bollern Double Bass mäßig vor sich und legen mit den pumpend vier tiefen Saiten ein schönes Fundament. Damit es nicht zu eintönig und anstrengend zum Anhören wird gibt es immer wieder mal ruhige Passagen, die die Songs noch schön verfeinern. Wer dann den typischen „Elsengesang“ sucht, der bei dem Genre vorherrscht, wird enttäuscht sein, bewegt sich die Stimme doch in eher normalen Regionen (nur beim bereits erwähnten „Incantation“ wird es etwas höher) mit einem schön rauem Organ, das aber auch mal lieblich singen kann wenn es der Song verlangt. Erinnert mich dann eher an „Pop/Rock Bands“ wie Amaranthe, Beyond the Black oder auch Metalite.  Die symphonischen Elemente wie Streicher, Keys, Piano usw. sind richtig schön in die Songs eingebunden und machen nie den Eindruck als ob sie nebenher mitspielen. Das ist sicher auch der tollen Produktion geschuldet. Songs an sich will ich diesmal keine besonders hervorheben, da alle auf dem gleichhohen Niveau dargeboten werden. Hinweisen möchte ich dafür noch auf den Track „Blasphemy“ wo Stellan beweist, dass er im Duett mit Tina auch eine richtig gute „normale“ Gesangsstimme hat. Wer also ein Faible hat für dieses Genre und auch Death/Black Metal nicht abgeneigt ist, greift hier beherzt zu. Fans von Epica, Within Temptation, frühere Lacuna Coil (als die noch richtig Metal waren) aber auch die erwähnten Arch Enemy (minus den Gesang ) bzw. Mors Principium Est sollten hier genauso Gefallen daran finden wie Anhänger der etwas progressiveren Bands wie Kamelot oder auch aktuelle Queensryche.  Tolles Teil das mir sechs Sterne wert ist. (ViciSolum Productions) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal