altemaelze

Bonn Park

Dagobert

Pop-Anhängern, die beim Wort „Schlager“ nicht Hals über Kopf die Flucht ergreifen sei „Bonn Park“ ans Herz gelegt!

„Jäger“ – so hieß das vierte Album des 1982 geborenen und jetzt in Berlin ansäßigen Schweizer Singer-/Songwriters DAGOBERT, und (Lukas) Jäger heißt er wirklich. „Bonn Park“ – so wurde das fünfte DAGOBERT-Release getauft, und obwohl der Titel eher auf einen Ort schließen lässt, handelt es sich auch hier um einen Namen, genauer den eines mit dem Künstler eng befreundetem Theaterregisseurs. Allerdings ist „Bonn Park“ keine Hommage – der Titel wurde schlichtweg gewählt, „weil es sich nett anhört und ansonsten keinen Sinn macht“ – mit dieser Logik kann der Rezensent durchaus was anfangen. DAGOBERT’s Musik oszilliert zwischen Songwriter-/Indie-Pop und Schlager, wobei die Banalität letzteren Genres hier allerdings fehlt. Sehr schöne keyboardlastige Arrangements mit Saxophon-Tupfern („Ich Verlasse Dich“), an COLDPLAY erinnernde Kompositionen („Alle Träume Müssen Sterben“), lässige Gitarrenwände („Warum Wieso Weshalb“), Symphonisches („Der Tag Der Nie Verging)… und eine Reminiszenz an einen Saitenhelden findet auch ihren Platz („ULI JON ROTH“). Laut Presseinfo reichen die musikalischen Einflüsse hier von WENDY CARLOS bis VIN DIESEL – das Ergebnis ist ein in sich stimmiges Album, das wohl aufgrund seiner Eingängigkeit trotz der manchmal Richtung Nachdenklichkeit tendierenden Texte auch seinen Weg in die Charts finden könnte. Pop-Anhängern, die beim Wort „Schlager“ nicht Hals über Kopf die Flucht ergreifen sei „Bonn Park“ ans Herz gelegt! (Edel/RecordJet) TheRealPal

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