altemaelze

Shockwave

Dead City Ruins

Dieses Album lebt, atmet, rockt, groovt – mit echter Leidenschaft und der Geradlinigkeit eines guten, alten Riff-Arschtritts!

Diese Band kommt aus Australien und legt mit „Shockwave“ den vierten Longplayer vor. Mit ihrem Sound bilden die Dead City Ruins auch auf dieser Produktion den Klebstoff zwischen 70er und 80er Metal, fetten Blues-Rock Riffs und der „f*ck ‚em all“ Attitüde des Punk Rock. Diese Musiker spielen ihren Rock’n’Roll mit einer solchen Überzeugung, als hinge ihr Leben davon ab. Natürlich ist das Classic Rock in der Tradition von Bands wie Deep Purple, Guns n’ Roses oder Led Zeppelin und doch ist einiges neu: Die Australier aus Melbourne heben mit ihrem neuen Album ihren Sound auf das nächste Level. Mit dem neuen Sänger Steve Welsh an Bord, der unter anderem durch seine Imitationen von Gesangsstimmen einiges an Bekanntheit erlangte, präsentiert die Band Songs, die mitreißender sind als je zuvor. „Steve verpasst unserem typischen Sound eine Frischzellenkur, und das ist eine verdammt aufregende Entwicklung“, erzählt Gitarrist Sean Blanchard. Welsh selbst berichtet: „Die Jungs haben mir einen großartigen Empfang bereitet. Ich hätte mir wirklich keine tolleren Bandkollegen wünschen können. Sie haben mich sofort in in ihrem Leben für die Musik willkommen geheißen, an dem sie so lange gearbeitet haben, und haben mir alles gegeben, was ich brauchte.“ Neben dem neuen Frontmann, ist da auch ein neuer Mann an den Schiebereglern: US-Produzent Machine, der mit bürgerlichem Namen Gene Freeman heißt, und bereits mit Bands wie Lamb Of God, Clutch und Crobot gearbeitet hat. Er verleiht dem Album den nötigen Feinschliff und kitzelt das Beste aus den Musikern heraus. „Es hat großen Spaß gemacht“, berichtet Gitarrist Blanchard. „Wir haben eine ganze Woche mit der Pre-Production verbracht. Als wir die Demos hatten und ungefähr wussten, in welche Richtung es geht, hat Machine sie auseinandergenommen und mit uns verbessert. Manchmal haben wir uns auch ganz schön in die Haare bekommen, aber wir hätten niemand besseren aussuchen können, um die Band wirklich nach vorne zu bringen und um das Beste aus den Songs herauszuholen.“ Und das hört man den neuen Stücken an. Ob das Rhythmusmonster „Preacher“, straighte Rocker wie „Speed Machine“, die potentielle Stadionhymne „Dog On A Leash“ oder härtere Nummern wie „Vision“: Dead City Ruins beweisen auf „Shockwave“ nicht nur ein feines Gespür für das Schreiben von Songs, sondern auch für deren Arrangement und die nötige Energie. Das Album beweist, diese fünf Jungs haben Hunger und der ist noch lange nicht gestillt. Und sie haben eine Mission: Den Rock’n’Roll unter die Leute zu bringen! Es besteht kein Zweifel daran: Diese Australier LEBEN Rock‘n‘Roll, und „Shockwave“ wird der Band viele Türen öffnen. Davon geht Gitarrist Tommy Cain fest aus, zumindest für die Zeit nach der Covid-19-Pandemie: „Wir möchten so schnell wie möglich auf Tour. Wenn die Welt sich wieder öffnet, werden wir da sein, und Europa die beste Rock’n’Roll-Show seit dem Lockdown zeigen, das könnt ihr uns glauben.“ Leider gibt’s bislang noch keine Termine, aber dieses Album lebt, atmet, rockt, groovt. Vor allem schafft es den Spagat zwischen echter Leidenschaft, Tiefe und der Geradlinigkeit eines guten, alten Riff-Arschtritts – eine viel zu seltene Qualität. (AFM Records) P.Ro

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