altemaelze

Övergivenheten

Soilwork

Volle Sterne-Wertung für dieses Meisterwerk!

Nach einigen The Night Flight Opera-Ausflügen mit zwei wunderbaren AOR/Rock Scheiben dürstete es Björn Strid mal wieder nach zünftigem, harten Melodic Death Metal. Somit kommen wir drei Jahren nach dem letzten Album mit dem nunmehr zwölften Album der Soilwork-Bandgeschichte – „Övergivenheten“ – wieder zu bewährter Musik. Oder doch nicht? Zumindest die zweite Spielwiese hat doch einige tiefere Spuren im Sound hinterlassen und so gibt es diesmal zwei Songs, die nur mit Klargesang vorgetragen, so fast auch auf einem TNFO Album stehen könnten: „Nous sommes la Guerre“ bzw. „Valleys of Gloam“ die noch eine kleine Portion Progressive Rock mit abbekommen haben. Dem gegenüber stehen diverse  knallharte, aber dank des immer wieder eingestreuten Klargesangs, unheimlich eingängige Death Metal-Nummern wie „Electric again“ (mit coolem Geigenpart ala City), „Is it  in your Darkness“, „Vultures“ (mit Blastbeats und coolem Piano, Akustikgitarren Outro) oder gar Black Metal-Einflüssen wie bei „This godless Universe“ bzw. „Golgata“, die die beiden härtesten und düstersten Tracks auf dem Album darstellen. Aus der Reihe fallen zudem der treibende Titelsong sowie das Grande Finale der Scheibe das mit siebeneinhalb Minuten lange „On The Wings Of A Goddess/Through Flaming Sheets Of Rain“, wo Progressive Metal auf Death Metal auf Black Metal trifft mit feinsten Soli und perfekt gesetzten ruhigen Mittelpart. Zu vernachlässigen sind nur die beiden kurzen Zwischenstück. Die Produktion ist vom Feinsten, Gesang in beiden Genres überragend und die Band zockt technisch auf höchstem Niveau. Die über 60 Minuten vergehen wie im Flug und regen zum sofortigen von vorne hören an. Somit kann es nur die volle Sterne-Wertung geben für dieses Meisterwerk. (Nuclear Blast) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal