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Ticket ins Paradies

Regie: Ol Parker

Julia Roberts, George Clooney und eine exotische Kulisse, die sich nach Urlaub anfühlt – eine Kino-Komposition, die glücklich macht.

Es ist 25 Jahre her, seit sich Georgia und David Hals über Kopf verliebten, spontan heirateten, eine Tochter namens Lily bekamen – und kurze Zeit später feststellten, dass sie ihr Leben wohl besser getrennt voneinander verbringen sollten. So weit, so gut. Doch nun hat Lily für ihre Eltern überraschende Neuigkeiten: Sie wird heiraten. Ganz spontan. Auf Bali. Für Georgia und David steht fest: Ihre Tochter wird den Fehler ihres Lebens begehen. Sie müssen es ja wissen. Also machen sich die Beiden auf, um diesen Fehler zu verhindern. Auch wenn das heißt, ziemlich viel Zeit miteinander verbringen zu müssen.

Diese romantische Komödie ist ganz auf seine beiden Stars George Clooney und Julia Roberts zugeschnitten. Alle anderen Figuren und Konflikte dienen dazu, sie in möglichst emotionalen und komischen Szenen ins rechte Licht zu setzen. Schon das erste Aufeinandertreffen der beiden Hauptfiguren zeigt, welches ungebremste Feuer an Dialogwitz und bester Leinwandchemie die beiden Stars Roberts und Clooney miteinander entfachen können. Zwischen Beiden sprühen die Funken, wenn sie sich gegenseitig necken, ärgern, triezen – und doch mehr und mehr spüren, dass Lily nicht das Einzige ist, was sie verbindet. Regisseur Ol Parker und sein Co-Autor Daniel Pipski setzen ganz auf das perfekt harmonierende Starvehikel und lassen, auch durch die wunderschönen und sonnendurchfluteten Bilder der exotischen Strandlandschaft, ein Urlaubsgefühl aufkommen, welches die Kinoleinwand ebenso erleuchten wird wie Julia Roberts‘ legendäres sonniges Lachen und Clooneys verschmitzt-bubisches Grinsen. Die Dialoge sind passend zum Genre einer Romantic Comedy im Screwball-Stil in schnellem und ausgefeiltem Stakkato geschrieben und gesprochen, dabei hat man auch durch die gelungene Synchronarbeit das Gefühl eines verbalen Ping-Pong-Spiels, bei dem trotzdem genügend Platz und Luft bleibt, um auf die Blicke und Gesten des unfreiwillig zusammenarbeitenden Traumpaars zu achten, die manchmal mehr sagen als tausend Worte. Denn, soviel soll verraten sein, die Liebe, sie findet eben immer ihren Weg. Auch wenn sie einen Umweg übers Paradies nehmen muss. Ab 15. September im Kino.

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Das wortkarge, stimmungsvolle Drama bietet großes Kino, wird von den Leistungen der hervorragenden Schauspieler getragen, die ihre Charaktere authentisch wirken lassen, mit ihren individuellen Eigenarten und ihrer Menschlichkeit.