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Seiler und Speer & Fenzl

Kritik zum Konzert am 4. September in der Steinbruch-Arena in Burglengenfeld

Fazit: Gelungener Abend

In der tollen Location der Steinbruch Arena in Burglengenfeld feierten Seiler und Speer vor einem begeisterten Publikum eine ausverkaufte Party. 100 Minuten lang gab es alle Hits der Band (aber auch Songs, die nur Albumtracks sind) bei bestem Sound in Verbindung mit lustigem und manchmal politischem bzw. nachdenklichem,  österreichischen  Schmäh. Mir persönlich war die Einteilung der Songs etwas zu unrund. Nach drei flotten Songs zu Beginn mit „Herr Inspektor“, einer sau coolen Brass Version von „Servus baba“ mit tollen Bläsereinsätzen sowie „I wü ned“ wurde es dann vier Songs lang unplugged bis fast nur noch akustisch, auch wenn die Reggae Version von „Stopp doch die Zeit“ was von Bob Marley hatte. Die folgenden immer wieder eingestreuten Rocknummern „Bonnie und Clyde“ (ebenfalls in einer Brass Version), „Ob und zua“ sowie das knallharte total an Wanda erinnernde „Schatzi“ mit fast schon Metalsoli  machten das aber locker wett. Sehr bewegend dann die wieder ruhigen Nummern „Ala bin“ und „Hödn“, die die nachdenkliche Seite der Band aufzeigt. Im Zugabenblock dann natürlich „Ham Kummst“ in einer very extended Version, „Soits leben“ (nur echt mit dem Thekengesang und zehn Halbe intus) und als Rausschmeisser „Maunchmoi“. Die Band war extrem spielfreudig und technisch top (Basssolo!) und Seiler Speer top bei Stimme und auch witzig. Somit fast noch besser als vor ein paar Jahren in Cham.

Wer auf bayerische Blasmusik in Verbindung mit Ska, Reggae und  Rock steht, wurde im Vorprogramm von Fenzl (ehemals Django 3000) gut unterhalten.  Abgesehen von ein, zwei faden Nummern gingen die 45 Minuten gut ins Bein und die Hüften, was man dem Publikum dann auch ansah, das fröhlich mitmachte und sang. Mich erinnerte das Ganze an Madness gepaart mit The Jam und etwas Farin Urlaub Racing Team (der man an der Trompete und Der Tuba spielt auch dort) und vor allem die schnellen Nummern waren dann auch für meine Ohren geeignet. „Isaballa Deluxe“ und der Abschlusssong (leider kenn ich die Band nicht wirklich und somit auch nicht die Lieder) waren sehr rockig. Und Hubert Kahs „Sternenhimmel“ in einer fast schon Polkafassung zu bringen auf die Idee muss man erst Mal kommen. Die 45 Minuten waren sehr angenehm zu hören und vergingen wie im Flug. Und wann sieht man schon mal einen riesen Stehbass durch die Luft wirbeln ;-). Auch hier top Sound.

Fazit: Gelungener Abend. Gerne darf beim nächste Mal aber die Beleuchtung zum Parkplatz extrem verbessert werden. Hab nun Zementschuhe. (HJH)

(Fotokredit: Veranstalter)