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Soul Crusade

Jeffrey Halford & the Healers

Wer den Sound von Calvin Russell oder James McMurtry mag, sollte hier ruhig mal reinhören

Ursprünglich kommt der bereits über sechzigjährige Sänger/Songwriter aus Dallas in Texas, aufgewachsen ist der allerdings an der amerikanischen Westküste, ist also in musikalischer Hinsicht mit Curtis Mayfield, Howlin‘ Wolf, den Beach Boys oder Buffalo Springfield groß geworden. Ende der 1970er-Jahre begann seine Karriere in San Francisco – zunächst war er als Straßenmusiker unterwegs, danach mit seiner eigenen Band „The Snappers“ und seit mehr als drei Jahrzehnten tourt Halford mit seiner Band The Healers zu beiden Seiten des Atlantiks durch die Clubs. Das Trio hat fast ein Dutzend Album eingespielt, für Ende September ist ein neues Werk mit dem Titel „Soul Crusade“ angesagt als Nachfolger des 2020er „Beware of Worthless Imitations“. Halford setzt auf seiner neuesten Veröffentlichung seinen poetischen, rootsigen Weg fort, indem er eine gelungene Sammlung von elf neuen Songs, die von Gospel, Folk, Soul und Blues inspiriert sind, vorlegt. Durchaus zutreffend bezeichnen die drei Herren ihre Musik übrigens als „Rock‘n’roll country soul with a different shade of blue“. Wer den Mann und seine Musik noch nicht kennt, kann sich darauf freuen, hier einen der großen Troubadoure der Americana-Tradition zu entdecken. Wer den Sound von Calvin Russell oder James McMurtry mag, sollte hier ruhig mal reinhören. Die Los Angeles Weekly bezeichnete Halford als „eine der besten Stimmen im heutigen Americana“. Im Herbst kommt das Trio auch wieder auf Tour in die Republik, allerdings nur mit Konzerten in Norddeutschland. (Continental Records Service) P.Ro

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