altemaelze

The story so far

Hundred Seventy Split

Gelungene Werkschau!

Eigentlich war diese Band gar nicht geplant. Joe Gooch (Gitarre/Vocals) und Leo Lyons am Bass waren Mitglieder der reformierten Band Ten Years After, die ab 2003 wieder zusammenspielte und bei der Gooch als Nachfolger von Alvin Lee eingestiegen war. Die beiden schlossen sich zusammen um neue Lieder für TYA zu schreiben, haben sich aber dann dazu entschlossen, neben TYA eine weitere Band zu gründen, die rockorientierten Blues jenseits des typischen TYA-Sounds spielen und auch live performen sollte. Und so entstand mit Drummer Damon Sawyer das Trio Hundred Seventy Split und 2010 wurde mit „The world won’t stop“ das Debutalbum veröffentlicht. Im Dezember 2013 gaben Leo Lyons und Joe Gooch bekannt, sich von Ten Years After zu trennen, um sich voll auf HSS zu konzentrieren. Es folgten drei weitere Studio-Alben und zwei Live-Produktionen, zuletzt 2019 „Live Woodstock ‚69“. Auf diesem Longplayer befindet sich das originale, komplette Set von TYA beim Woodstock-Festival, live eingespielt von HSS. Natürlich wurden auch HSS von der Pandemie schwer getroffen. Die bereits gebuchte Europa-Tournee 2020 musste zweimal verschoben werden und die Produktion eines neuen Studioalbum konnte nicht wie geplant stattfinden. Jetzt – im Herbst – kommen HSS endlich wieder auf Tour und stehen am 25. Oktober auch in Regensburg auf der Bühne in der Alten Mälzerei. Und als Mitbringsel haben sie diese Compilation im Gepäck, als Überbrückung bis zum nächsten Longplayer mit neuen Songs, der voraussichtlich Anfang 2013 erscheinen wird. Auf „The story so far“ gibt es je zwei von Leo Lyons ausgewählte Titel aus den bisherigen HSS-Alben – zu denen Lyons entweder ein persönliches Verhältnis hat, weil sie sich auf seine bisher 60-jährige Laufbahn als Musiker und speziell als Mitbegründer und Bassist von TYA beziehen oder weil es einfach typische HSS-Songs sind, die diese Combo am besten widerspiegeln. Mit den zwei Live-Tracks der TYA-Klassiker „Love like a man“ und „I’m going home“ geht die Band auf Fan-Wünsche ein, und zum guten Schluss gibt es als Vorgeschmack auf die neue Produktion noch die beiden, während der Pandemie „live in Isolation“ eingespielten und bislang unveröffentlichten Songs „I grew up on Muddy Waters“ und „She’s got the mojo“.  Zusammen ergibt es eine gute Mischung aus zwölf Stücken aus der TYA- und HSS-History! (Repertoire Records) P.Ro

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