altemaelze

Meisenstaat

Love A

Gelungene Mischung aus Härte und Melancholie. Ja, dies ist Punk, aber auch ein gehöriger Schuß Wave spielt mit rein!

Ein Buchstabe weniger macht viel aus – „Ameisenstaat“ führt zu mancher Assoziation, aber „Meisenstaat“? Schon der Titel des vierten Albums des Indie-Punk-Quartetts macht neugierig. Vier Jahre ließen LOVE A sich seit „Nichts Ist Neu“ Zeit, und präsentieren auf elf Tracks in gerade mal 37 Minuten eine gelungene Mischung aus Härte und Melancholie. Ja, dies ist Punk, aber auch ein gehöriger Schuß Wave spielt mit rein, Anhänger der „britischen Achtziger-Schule“ dürften bei den melodiösen Gitarrenwänden und der mit reichlich Hall versehenen Stimme des Sängers Jörkk Mechenbier ihre wahre Freude haben. Besagte Stimme hebt diese Band zusätzlich aus dem oftmaligen Postpunk-Einerlei: Klar, hell, gefühlig aber dennoch trocken wie ein Knäckebrot. A propos trocken: Die Lyrics lohnen das Hinhören, kein Betrachten des eigenen Bauchnabels, vielmehr kurz und knapp Dinge auf den Punkt gebracht, so und genau so isses (Mein Favorit: „Analog Ist Besser“). Auch wenn die Texte klar und deutlich zu verstehen sind gibt’s alles im Booklet des Foldout-Covers sicherheitshalber zum Nachlesen. Gerade für „Novizen“ dieses Genres (wie dem Rezensenten) ein bestens geeignetes Produkt, das digital, als CD und in zwei Vinylversionen ab sofort erhältlich ist. Sehr empfehlenswert! (Rookie Records) TheRealPal

*****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal