altemaelze

Something more than love

Lera Lynn

Das Album hält die Balance zwischen intimer Selbstreflexion und universeller Einsicht und vereint jede Menge Synthesizer und üppige Klanglandschaften mit Lynns Pop-Noir-Stimme.

Lera Lynn ist eine amerikanische Singer/Songwriterin. 2014 begann sie mit einem Produzenten Musik für die HBO-Serie „True Detective“ zu produzieren, was ihre Karriere auf den Weg brachte. Wer die Serie gesehen hat, weiss, dass sie die „leisen Töne“ perfektioniert. Mit „Something more than love“ erscheint ihr bereits vierter Longplayer. Viele Alben sind in der Pandemie entstanden, so auch dieses Album von Lera Lynn. Der Unterschied ist, dass sie als frisch gebackene Mutter eine Wochenbettdepression damit bekämpfte und diese in wunderschöne Musik verwandelte. Man könnte meinen diese Musik wäre depressiv – weit davon entfernt. Sicherlich verarbeitet sie ihre Gefühle wie bei „Black Dog“, erschafft aber mit dem Opener „Are you listening“ durchaus positive Vibes. Sie erzählt von den alltäglichen Dingen und Erkenntnissen des Lebens. Sie ist ein weiblicher Barde und versteht es meisterhaft ihre Geschichten zu erzählen, die Lieder sind leicht und ihre wunderbare Stimme verzaubert den Hörer – nimmt ihn mit, umschmeichelt ihn, gibt ihm Hoffnung. „What I´m looking for“ ist das beste Beispiel dafür. Sie erzählt aus ihrem Leben, nichts davon ist etwas, was nicht jede(r) am einem Punkt in seinem Leben erlebt. „‘Dark Horse‘ you don´t have to hide, take me for a ride“ – auch die schlechten Zeiten müssen angenommen und verarbeitet werden. 14 wunderschöne Lieder über den Cycle of life – wunderbar interpretiert und so schön und angenehm zu hören, dass man das Album gleich nochmal durchlaufen lässt. (Icons Creating Evil Art/Rough Trade) FuD

******

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal