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Ansichtshalber

Dominik Plangger

Es geht um die zwischenmenschlichen Dynamiken in der Partnerschaft, in den engen Strukturen eines Dorfes oder global gesehen um die Folgen des Tuns unserer gesamten Gesellschaft. 

Der Singer-Songwriter Dominik Plangger kommt aus Südtirol und macht seit frühester Jugend Musik. Plangger ist ein Künstler, der etwas zu sagen hat. Ob es sich um die Gesellschaft, um Politik oder einfach um Probleme des alltäglichen Lebens handelt, stets gelingt es dem Liedermacher, der mit Vorliebe in deutscher Sprache und im Südtiroler Dialekt singt, seine Themen auf den Punkt zu bringen. Zuletzt erschien 2019 das Album „Decenium“, dem jetzt sein sechster Longplayer folgt, der während der Pandemie eingespielt und über Crowdfunding finanziert wurde, und elf neue Stücke enthält. Die letzten beiden Jahre waren bei Plangger wie bei vielen KünstlerInnen geprägt von Reflektiertheit, in deren Licht und Schatten die meisten dieser Songs entstanden sind. Sie erzählen von verlorener und gefundener Liebe und von allen Facetten des Zusammenlebens auf verschiedenen Ebenen: Es geht um die zwischenmenschlichen Dynamiken in der Partnerschaft, in den engen Strukturen eines Dorfes oder global gesehen um die Folgen des Tuns unserer gesamten Gesellschaft. Einer der neuen Titel stammt von Woody Guthrie – Plannger hat daraus „namenlose“ gemacht, mit viel Einfühlungsvermögen ins Deutsche übersetzt. „namenlose“ ist ein eindringlicher Song, mit dem er uns wach rütteln und uns mahnen will, das Leid der Flüchtenden auf der ganzen Welt nicht zu vergessen. Zusammen mit Cynthie Nickschas hat er „Liebeslied im alten Stil“ im Duett im Studio aufgenommen worden und eine schöne Überraschung ist auch der Titel „Linda“ im Duett mit der Südtiroler Schauspielerin Anna Unterberger. Sie hat den Song mit Gänsehautfaktor bereits in der Rolle als Gundermanns Partnerin Conny im preisgekrönten Film „Gundermann“ interpretiert und verleiht dem Song im Duett mit Dominik Plangger eine besondere Innigkeit. Die elf Titel machen dieses Album zu einem runden Werk, das nun im Herbst veröffentlicht wird. In einer Besprechung ist zu lesen: „Plangger macht uns den Blick frei und die Ohren auf für die feinen Zwischentöne und die unhörbaren Worte zwischen den Zeilen. Feinfühlig und einfühlsam. (Selbst-)kritisch und durchaus auch unbequem.“ Das trifft absolut zu. (Showtime Artist Management) P.Ro

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