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Orchestral Manoeuvres in the Dark

Kritik zum Konzert am 31. Juli auf der Piazza im Regensburger Gewerbepark

Guter, wenn auch leider zu kurzer Auftritt!

Bevor OMD die Bühne betraten gab’s noch eine Vorband: Beautiful Machines boten 35 Minuten lang mit Synthwave der eher langweiligen Sorte als Einheizer für mich Nichts, was ich nochmal hören müsste. Die Songs hörten sich dann alle ziemlich gleich an. Der Gesang war eher mäßig, aber immerhin gab es ab und zu etwas Gitarre zu hören, die sonst vom Schlagzeug zugedonnert wurde. Den Leuten schien es teilweise gefallen zu haben. Zumindest wurde applaudiert, wobei einige der um mich herumstehenden Zuschauer dann während des Auftritts zu den Bier und Essensständen abwanderten.

Nach 30 Minuten Wartezeit legte OMD dann unter dem Jubel der zahlreich erschienenen Zuschauer (geschätzte 800) los. Die ersten drei Songs waren dann eher für die Hardcore Fans, mir war es zu eintönig und zudem unbekannt. Aber ab „Tesla girls“ ging das Konzert auch für mich so richtig los. Das Dauergeklatsche erinnerte aber leider dann eher an den ZDF-Fernsehgarten. Egal – der Band gefiel, was sie sah und animierte die Fans damit weiter zu machen. Es reihte sich jetzt Hit an Hit (u.a. „If you Leave“, „Forever live and Die“, „Talking loud and Clear“, „Dreaming“, Enola gay“, „Sailing on the Sevens Seas“ usw.) mit einer schönen Mischung aus alten und neuen Songs sowie einem Querschnitt aus elf Alben und das Publikum sang und tanzte begeistert mit. Mir fehlte dann schlussendlich eigentlich nur das geniale „Walking on the milky way“, das dann aber zum Glück als Zugabe gespielt wurde. Leider fiel dafür „Secret“ aus der Setist. Die knapp eineinhalb Stunden vergingen wie im Flug. Allerdings ist die Stimme von Andy McCluskey nicht mehr so gut wie früher, was man unter anderem „bei Maid of Orleans“ gut hören konnte. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Der Sound war hervorragend, was aber bei der sparsamen Instrumentierung, bestehend aus zwei Synthesizern, Drums, Gesang ab und zu Bass und Saxophon, keine Kunst ist. Guter, wenn auch zu kurzer Auftritt. Die Setlist der Regensburg-Show kann man sich bei Setlist.fm reinziehen. (HJH)