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Fury in the Slaughterhouse

Kritik zum Konzert am 6. August auf Schloss Pürklgut in Regensburg

Endlich wieder mal in der Region „live on stage“

27 Jahre nach ihrem letzten Gastspiel in Regensburg (bzw. Sarching) beim damaligen „Sarchinger Weiher Festival“ begeisterten Fury in the Slaughterhouse das zahlreich erschienene Publikum (ca. 2000 Leute dürften da gewesen sein) auf der Wiese nahe dem Schloss Pürkelgut. Vom Start weg mit „Good Day to Remember“ vom aktuellen Album „Now“ (es sollten im Laufe des Konzerts noch sieben weitere Stücke daraus folgen) beeindruckte der grandiose Sound bei dem alle Instrumente plus Gesang perfekt im Mix zu hören waren. Die Band war tight wie eine enge Jeans, teilweise sehr rockig unterwegs („Milk and Honey“ hatte gleich vier Gitarren im Angebot) und mit ordentlich Spass-Faktor gesegnet, was man den launigen Sprüchen und Ansagen entnehmen konnte. Ja man sollte wirklich vorher schauen was man tankt! Das Publikum dankte es mit Applaus und Mitsingpassagen. Fans der früheren Bandgeschichte wurden ebenfalls bedient mit Hits wie „Every Generation has it’s own disease“, „Radio Orchid“, „Time to wonder“, „When I’m Dead and gone“ oder das erst als vorletzte Zugabe feilgebotene „Won’t forget these days“.

Dass die Band dann tatsächlich auch textlich was zu sagen hat, davon konnte man bei sich „All about us“ und dem bereits erwähnten „Every generation“ überzeugen, sozialkritisch mit passenden Videos auf der Leinwand untermalt (CSD, Rassismus tötet, Mariupol, Askow usw). Dass es auch leiser geht zeigte man bei zwei Akustiknummern (ok. ich hätte den härtesten Song „Sometimes“ des aktuellen Albums gerne auch in so einer Version gehört). Für die harten Rocker gab es mit „Cry it out“ gar einen Punkrock Song in der Bad Religion Art und „Kiss of Judas“ (abgeschmeckt mit Pedal Steel Guitar) und wem nach U2 zu ‚Zoo‘-Zeiten gierte, der wurde mit der ersten von fünf Zugaben „Riding on a Dead Horse“ glücklich. Das abgefahrenste Stück im Set. Mich persönlich überzeugte eigentlich nur das Titelstück „Now“ nicht so recht, da Gitarrist Christof keine wirklich gute Stimme hat. Egal wenn der Rest der 130 Minuten so überzeugend war und immerhin neun der 14 Alben bediente. Da vergisst man auch gerne den Ärger beim Einlass oder die nicht gestattete Fotoerlaubnis, obwohl es einem an der Kasse zugesagt wurde. (HJH)