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Death Angel

Kritik zum Konzert am 29. Juli im „Airport“ in Obertraubling

Gute Show, wenig Besucher!

Los ging’s mit Fateful Finality, die als Support diesen Thrash Metal Abend vor gut 60 Zuschauern eröffneten und 40 Minuten Musik boten – mit der groben Kelle  in der Schnittmenge von Exodus, Testament, Dark Angel oder Slayer und fast nur auf die zwölf. Minimale Mosh Parts, dafür starker Drummer der Double Bass-mäßig das Kit zerlegte. Der Sound war OK. Die Soli typisch Slayer ohne zu technisch zu sein. Zum Ende hin durfte auch der Bass mal ums Eck schauen, der fast gar nicht zu hören war. „Fox Devil’s Wild“ wich dann als eher Death Metal mit groovingem Part und etwas Klargesang vom Schema der fast immer gleichen Songs ab. Dennoch unterhaltsam und den Fans gefiel es. Dann kamen Death Angel: Sound Hammer. Band genial! Der Gesang perfekt zwischen normal melodisch (bei „Bored“) bis kreischend und Wahnsinn, wie lange man einen Ton halten kann (u.a. bei „Absence of light“). Die Soli sitzen perfekt. Technisch vom Feinsten und die Band fand auch immer die richtige Balance aus Melodie und Härte. Drums und Bass pumpen und vor allem letzterer ist hervorragend im Mix zu vernehmen. Die Songauswahl schien mir gut gemischt (mit Tracks aus acht Alben), so dass auch Songs aus den ersten drei Scheiben berücksichtigt wurden. Das Hauptaugenmerk lag dabei erstaunlicherweise auf dem 2013er Album „The Dream calls for Blood“ (und nicht der noch immer aktuellen Scheibe „Humanicide“) sowie „The Ultra-Violence“. Kann ich jetzt nicht beurteilen wie das bei früheren Auftritten war. Ich hab mich jedenfalls extrem gefreut den leicht funklastigen (dieser Basslauf!) Song „Bored“ von „Act III“ live erlebt zu haben. Und das „fast schon“-Epos „Thrashers“ beschreibt die Musik perfekt. Mein Kumpel Stefan war jedenfalls genauso begeistert wie ich. Nur die Konzertlänge ließ etwas zu wünschen zu übrig. Keine Zugaben, was man dann auch vor dem letzten Song angekündigt hatte. Leider somit blieb es bei knapp 85 Minuten full speed ahead (und somit keinem Song von „Killing Season“ und die nur 150 Zuschauer gingen zufrieden nach Hause. (HJH)