altemaelze

Into the Woid

Hunzgrippe

Musikalisch bieten Hunzgrippe einen breiten Stilmix und liefern trotzdem in jedem Song eine eindeutige Hunzgrippe-Farbe und eigene Identität. Dieser Mundart-Rock ist vielseitig, textlich klug, da snd viele Emotionen und Stimmungen bunt verpackt.

Sie musizieren schon seit gut drei Jahrzehnten zusammen,  Anfang der 90er Jahre in Bands wie Baken Beans oder In A Million. Aber da waren Roland Frank und Michael Schurr noch auf einer härteren Musik-Schiene unterwegs. Irgendwann entstanden aber neben all den englischsprachigen Titel auch Mundart-Titel, welche nach und nach als „Hunzgrippe“ auf den Markt ploppten und aus einem Projekt auf einmal eine Band wurde. Vor fünf Jahren erschien die erste Single „Land hinter de Berg“ und im Mai 2021 war dann der Release des Debüt-Albums „Sparifankerl“, das in der heimischen Presse „Sparifankerl“ über den Schellenkönig gelobt wurde, vom Metal-Magazin bis hin zum Schlagerportal heimsten „Hunzgrippe“ gute bis sehr gute Kritiken ein. Mitte August legt das Duo jetzt mit „Into the Woid“ den Zweitling nach. Das zweite Album der zwei Bayern-Rocker ist auch eine Zusammenarbeit mit „Grow my Tree“ – im Rahmen einer Klima-Partnerschaft -je verkauftem Album wird ein Baum gepflanzt, jede Kaufunterstützung kommt somit automatisch auch der Umwelt zu Gute. Musikalisch bieten Hunzgrippe erneut einen breiten Stilmix und liefern trotzdem in jedem Song eine eindeutige Hunzgrippe-Farbe und eigene Identität. Musikalisch vielseitig, textlich klug, viele Emotionen und Stimmungen bunt verpackt. Ein Beispiel aus den zehn Tracks: Bei „Nachttischlambal“ fordert das Duo die Menschen in bildreicher Sprache dazu auf nach vorne zu schauen und auch nach vorne zu gehen, proaktiv zu werden, denn es gibt trotz schwieriger Zeiten immer etwas Positives in dieser Welt, an dem man festhalten sollte. Musikalisch liegt „Nachttischlambal“ zwischen The Killers & Falco, ist eine flotte Uptempo-Nummer, die die Tanzbeine schwingen & zappeln lässt; und zusätzlich eine große Portion gute Laune versprüht, angereichert mit musikalischen Überraschungen und Einsätzen von Steel Drum und Synthesizer. Einer der neuen Songs ist das Cover des Peter Cornelius-Hits „Reif für die Insel“ aus dem Jahr 1981. Zusammen mit dem Austria-Singer/Songrwirter Erwin R. wird der Song einer tanzbaren Frischzellenkur unterzogen. Zusammen besingen sie den Ausbruch aus dem Alltagstrott und fragen sich „worum’s im Leben geht“. Mit ihrem Stilmix aus Rock, Pop-Punk, Ska und Reggae kreieren die Interpreten ihren persönlichen Urlaubsmoment. Und noch ein drittes Beispiel: Bei „Aber immer no“ beschäftigen sich die Lyrics mit dem Thema Umwelt.  Diese wird weltweit zerstört, politische Entscheidungen (hierzu) sind (wie nicht selten) auch in diesem Kontext fragwürdig, wobei „Hunzgrippe“ gemäß ihrer Lyrics „aber immer no“ warten, dass etwas passiert und sich verändert. Zum Guten natürlich. Das Duo betont: „Es geht in unserem Song um friedliches Anpacken, um Proaktivität, um eine große Portion Positivismus, ums Nach-vorne-Gehen und etwas für die Welt tun“. Der Mundart-Rock des Duos will also durchaus zum Nachdenken anregen. Und wer sich dazu noch für Acts wie Wanda, The Cure, Foo Fighters, Faith No More, Bad Religion oder auch Falco interessiert, sollte hier zwingend zuschlagen. (Modern Noise) P.Ro

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