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The Hooters

Kritik zum Konzert am 28. Juli auf der Piazza im Gewerbepark Regensburg

Im dritten Anlauf hat’s endlich geklappt. Wegen der Pandemie musste das Konzert der Hooters zwei Mal verschoben werden, doch jetzt stand die inzwischen sechsköpfige Band um Rob Hyman und Eric Bazilian auf der Bühne auf der gut gefüllten Piazza im Regensburger Gewerbepark.
Ihre einzigartige Mischung aus Reggae, Pop und Rock´n´Roll kommt auch nach mehr als vier Jahrzehnten frisch und kraftvoll daher!

Nach seiner Teilnahme bei „Rock meets Classic“ (2018) und seinem wunderbaren Konzert mit Studenten der OTH Regensburg im Leeren Beutel (2019) hat Sänger/Gitarrist Eric Bazilian nun seine Stammband mit an die Donau gebracht. Dabei war das nicht das erste Mal, denn bereits im Juli 2008 stand die Band aus Philadelphia beim Open Air am Sarchinger Weiher auf der Bühne. Und The Hooters sind bei ihrer zwei Jahre verspäteten „Anniversary Tour“ zum 40-jährigen Bandbestehen in Bestform. Purer Spaß an der Freud ist angesagt, Spaß mit großartiger Musik.

Bereits der Einstieg mit „I’m Alive“ sorgt für Stimmung unter den Fans. Und natürlich folgen in den mehr als zwei Stunden alle Hits der Band: „500 Miles“, „All You Zombies“, „Karla With A K“, „Satellite“, „Johnny B“ und viele mehr. Einer der Höhepunke ist das grandiose „Give The Music Back“, das die Musikalität des Sextetts auf den Punkt bringt. Ebenfalls ein absolutes Highlight ist „Lucy In The Sky With Diamonds“ von den Beatles. The Hooters machen ihren eigenen Song daraus, so muss ein Cover klingen. Doch auch Außergewöhnliches steht auf dem Programm, etwa Bachs „Sonata No. 1 In G Minor“ oder ein Cover von Sandie Shaws „Those Where The Days“, teils mit dem Text der deutschen Version „An Jenem Tag“ gesungen. Überhaupt, Eric Bazilian fühlt sich wohl in der deutschen Sprache, was nicht nur kurze deutsche Ansagen belegen, sondern auch das partiell in Deutsch gesungene „Pissing In The Rhine“ und Peter Schillings „Major Tom“. Letzteres sorgt für eine kollektiv und entfesselt singende Menge, besser kann man den Text „völlig losgelöst“ nicht umsetzen. Und auch zwei „Fremdhits“ haben The Hooters im Programm: „One Of Us“, geschrieben von Eric Bazilian und von Joan Osborne zum Hit gemacht, und „Time After Time“, geschrieben von Keyboarder Rob Hyman und in die Charts gebracht von Cyndie Lauper. Kurzweiliger kann man ein Konzert nicht gestalten und das Wetter trägt ein Übriges zu diesem perfekten Abend bei. (acb)

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