altemaelze

Resurgence

Flames

Der Old School-Thrash Metal dieser Griechen kommt angenehm drückend aus den Boxen.

Die seit 1984 aktiven griechischen Thrash Metal-Urgesteine Flames kehren 26 Jahre nach ihrem letztem Album mit „Resurgence“ ins Rampenlicht der Musikwelt zurück. Extrem fett produziert von Bob Katsionis (ehemaliger Gitarrist von Firewind) lässt der Sound keine Wünsche offen. Der Old School-Thrash Metal der Band kommt angenehm drückend aus den Boxen. Der Bass ist gut zu vernehmen im Mix (hört man gut bei „Crawl Beyond“), die Double Bass Drums klöppeln unaufhörlich und die Gitarren bieten wieselflinke Soli (die öfter an Slayer und generell an Bay Area-Größen denken lassen) und dicke Riffs. Sänger Tom Trampouras, der auch die zweite Gitarre bedient, hat ordentlich Schmutz und Gift in der Stimme, um dem Material gerecht zu werden. Nur die wenigen melodischen Gesangspassagen hören sich etwas angestrengt an („Rotten Life). Wer also ein Herz hat für Musik in der Schnittstelle von Slayer, Testament, Exodus, Death Angel, Flotsam & Jetsam, aber auch Kreator und VoiVod („The Crib“ könnte auch auf einem aktuelleren Kreator Album stehen gepaart mit VoiVod Ende der 80/Anfang der 90er Jahre), der liegt hier komplett richtig. Man sollte nur nicht zuviel Abwechslung in den elf Songs plus Intro erwarten. Hier mal ein kurzes Akustikgitarrenspiel als Einstieg („Murder Taste“), da mal ein Anthrax Moshpart („War in Mind“) und bei „Yourself Unknown“ wird es dann etwas ruhiger. Das Ganze ist schön technisch gespielt, also nix wie Sodom in den Anfangszeiten, und sorgt auf einem Konzert sicher für einen zünftigen Moshpit. Ich persönlich hätte mir noch ein oder zwei richtig ruhigere Momente gewünscht, da das fast durchgehende Geholze doch mitunter anstregend wird. Dennoch gibt es von mir fette fünf Sterne mit Tendenz nach oben. (No Remorse Records) HJH

*****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

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