altemaelze

Brotherhood

Sinner

Wer klassischen Heavy Metal/Hard Rock mag wird hier nicht enttäuscht.

Sie sind seit 40 Jahren aktiv, denn 1982 gründete Mat Sinner als Sänger und Bassist diese Band. Neben Sinner besteht diese Band aus dem Tom Naumann – der seit 35 Jahren als Gitarrist bei Sinner ist -, Alex Scholpp (Gitarre) und seit 2018 auch dem Schlagzeuger Markus Kullmann. Mit diesen Herren weiß Sinner, dass er alles erreichen kann. Und genau darum geht es auf “Brotherhood”, dem 18. Album des Vierers. Es ist ein Album, das den engen Zusammenhalt der Band ebenso im Herzen trägt wie die Brüderlichkeit der weltweiten Heavy-Metal-Familie. Wir gehören zusammen, und dieses Album soll das zum Ausdruck bringen”, so Sinner. Und das war auch nötig, denn um die Gesundheit von Mat Sinner war es im letzten Jahr nicht allzu gut bestellt, er verbrachte acht Monate in acht verschiedenen Krankenhäusern. Doch inzwischen ist er auf dem Weg der Besserung und hat es tatsächlich geschafft dieses Album fertigzustellen. Geholfen haben dabei auch viele musikalische Freunde. Denn es ist eine beeindruckende Gästeliste, die der rastlose Mastermind um dieses Album geschart hat wie Barden um ein Lagerfeuer. KAMELOT-Virtuose Oliver Palotai liefert die erhabenen Orchestrationen, PRIMAL FEAR-Kumpel Ralf Scheepers ist neben RAINBOW-Sänger Ronnie Romero, Tom Englund von EVERGREY und Death Metal-Legende Dave Ingram von BENEDICTION als Gastsänger dabei. Die eigentliche DNA von SINNER, der innerste Nukleus, werden dabei auf Brotherhood” zu neuer Blüte gebracht, nachdem das Vorgänger-Opus „Santa Muerte“ von 2019 mit der Italienerin Giorgia Colleluori, die sich mit MS die Gesangsparts teilte, bei vielen Fans nicht so gut ankam. Mit Hooks, Riffs und präziser Härte belebt Mat Sinner Tugenden wieder, die er vier Jahrzehnte zuvor mitentwickelt hat. Das beginnt mit dem Opener ‘Bulletproof’, einer Ouvertüre, die so wenig Gefangene macht wie einst JUDAS PRIESTs “Painkiller”. We Came To Rock” ist ein selbsterklärendes Manifest mit schädelspaltendem Riffing und einem kräftigen Punch, der Titeltrack gilt schon jetzt als eine der Heavy-Metal-Hymnen des Jahres 2022 und “Refuse To Surrender”, ein schwerer Mid-Tempo-Brecher, ist wie ein ausgestreckter Mittelfinger an alle Zweifler, die SINNER bereits abgeschrieben haben. Das Feuer lodert auf wundersame Weise heller denn je. Das gilt auch für das epische, düstere “The Last Generation”, ein Weckruf für die Gesellschaft. Dazu kommt als Bonus-Track mit „When You Were Young“ ein THE KILLERS Cover. Das Ziel war klar: “Härter, größer, lauter”, wie es Chefstratege Sinner formuliert. “Ich wollte auch einen internationalen Sound.” Den hat er bekommen. “Für Mixing und Mastering bin ich zu meinem alten Kumpel Jacob Hansen gegangen”, sagt er. Man kennt den natürlich von seiner arena-tauglichen Arbeit für VOLBEAT. Wer klassischen Heavy Metal/Hard Rock mag wird hier nicht enttäuscht. Das knallt mit Pauken und Trompeten, soll heißen Gitarren, Bass und Drums! (Atomic Fire Records) P.Ro

*****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

 

Share on facebook
Share on twitter