altemaelze

Throne Of Gold

Sarayasign

Wer auf grandiose Musik mit intelligenten Texten steht sollte hier reinhören!

Aus Schweden kommen derzeit richtig gute Bands von denen man bis dato nichts gehört hatte (siehe Nestor). Mit Sarayasign folgt nun schon der nächste Kracher. Deren Debüt „Throne of Gold“ bildet den Auftakt zu einer Quadrologie um das Land Saraya (ähnlich wie „Operation MIndcrime“ von Queensryche). Das Album ist fett produziert, die Band ultratight mit famoser Rhythmusabteilung, die Gitarrenarbeit inklusive Soli vom Feinsten, und wenn man dann noch einen Weltklassesänger mit Stefan Nykvsist in seinen Reihen hat, dann ist der Ohrenschmaus garantiert. Erstaunlich, dass man von ihm noch nie etwas gehört hat, vereint er doch James LaBrie, Ronnie Romero, David Coverdale (in jungen Jahren), Tobi Sammet oder Pete Goalby in einer Stimme und kann somit alles abdecken von ruhig über rau bis hoch. Die Band schreibt ja selbst, dass man „Cinematic Melodic Hard Rock“ spielt und ja, das kann man durchaus so unterschreiben. Es gibt viele Streicher, Hammond Orgel, Keyboard- Parts und auch mal elektronische Einsprengsel. Aber auf der andere Seiten dann auch richtig guten progressive Metal wie ihn eben Dream Theater, Shadow Gallery oder auch Symphony X spielen bei den beiden längsten Songs des leider nur 45 Minuten langen Albums: „Distant Memories“ und dem mit ruhigen Momenten versehenen neun minütigen Titelsong „Throne of Gold“. Dazwischen erinnert mich „Run“ mit der Hammond Orgel an Uriah Heep („Abominog“ Album bzw. aktuelle Alben) und an Whitesnake Ende der 80er denkt man bei „Stranger in Ice“. Avantasia schauen bei „When worlds collide“ vorbei und „Sandman“ hat einen gar poppigen Singalong Refrain mitbekommen, der gut im Ohr bleibt. Für die Balladenfraktion ist natürlich auch gesorgt. Aber keine Panik man braucht keine Taschentücher, wenn man sich die eher Halbballade „If only for a Moment“ zu Gemüte führt. Das mit Streichern und Pianoparts angereicherte Stück hat noch immer genug Grundhärte um nicht schleimig zu wirken und verfügt zudem, wie auch alle anderen Songs auf diesem Longplayer, über geniale Soli. Die Scheibe wirkt wie aus einem Guss und macht definitiv Lust auf mehr. Erstaunlich, dass man von der Band bis dato noch nichts gehört hat obwohl die Band schon recht lange existiert (eine weitere Parallele zu Nestor). Fans der erwähnten Bands schlagen blind zu, wer auf grandiose Musik mit intelligenten Texten steht auch und somit steht verdienten sechseinhalb Sternen nichts im Weg. Unbedingter Kauftipp! (Melodic Passion) HJH

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