altemaelze

Eat Your Heart Out

Vypera

Ein tolles Debüt – hoffentlich bleibt es nicht eine Eintagsfliege!

Dass aus Schweden oft sehr gute Musik kommt weiß man nicht erst seit Abba, Europe, Treat oder Nestor. Die als Coverband gestarteten Vypera veröffentlichten kürzlich via Frontiers Records ihr Debüt „Eat your heart out“. Wer also sein Herz an klassischem 80er Hard Rock bzw. auf melodischen US Metal verloren hat liegt hier goldrichtig. Top produziert (nein nicht von Del Vecchio) wuchert die Band mit tollen Gitarrensoli, punktet mit extrem feinen Gesang und einer klasse Rhythmusfraktion. Der Großteil der Songs erinnert zumindest mich an Fifth Angel mit „Time will tell“, was auch den Vocals von Sänger Andreas Wallström geschuldet ist, der nicht nur einmal an Ted Pilot erinnert. Dazu gesellen sich noch Einflüsse von Bands wie White Lion („Danger“), Heat („Fool for the NIght“ mit Double Bass Drums), aktuelle Stryper („Cold as Ice“) oder Skid Row zu „Slave to the Grind“-Zeiten („Wingborne“). Natürlich darf auch eine nicht zu cheesige Ballade fehlen, die mich an Europe erinnert („Fantasy“). Und „Straight for the Kill“ ist dann die heimliche Spielwiese von Gitarrist Christoffer Thelin, der mit gleich zwei Soli hier zeigen kann was er drauf hat. Leider ist nicht vermerkt, wer beim an Sonata Arctica meets Royal Hunt mäßigen „Standing on the Edge“ die coolen Keyboardsounds zu verantworten. Egal. Wenn so ein toller Song dann dabei herauskommt. In Summe ein tolles wie für Frontiers Verhältnisse überraschendes Debüt das von mir sechs Punkte bekommt. Hoffentlich bleibt es nicht eine Eintagsfliege. (Frontiers) HJH ******

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal