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Fünf Fragen an … Mäx Huber

Der Drummer hat mit „Trommelwirbel nach Mäxico“ ein Buch veröffentlicht.

Er ist bestens bekannt und vernetzt in der bayerischen Musikszene – Mäx Huber, geboren in Landshut, aufgewachsen in Vilsheim, jetzt wohnhaft in Moosburg in Oberbayern.

Seit über drei Jahrzehnten ist er aktiv, als Drummer, Texter und Komponist. Anfangs bei Baby You Know oder Chief Joseph, später bei der Mundart-Combo Lampert, als Tour- bzw. Studiomusiker für Walter Salas-Humara oder Kim Fowley. Derzeit spielt er mit Aaron Brooks und hat mit „The Moon Is No Door“, dem neuen Bandprojekt der Komponistin und Singer/Songwriterin Stepha Schweiger, ein Album eingespielt. Und vor einigen Monaten hat er mit „Trommelwirbel nach Mäxico“ ein Buch veröffentlicht, über die Musik, die Kunst und neue Träume. Klar, dass wir da unsere fünf Fragen an ihn hatten.

Wie kam es zu dieser Buchveröffentlichung?

Ich wollte schon seit langer Zeit ein Buch schreiben, dachte aber erst einmal an einen fiktiven Roman. Doch nachdem ich keine gute Story fand, war es für mich irgendwann naheliegend einfach über mich selbst zu schreiben, denn schließlich hatte ich auf meiner bisherigen musikalischen Reise einige bizarre, lustige und traurige Erlebnisse.

Worum geht es in „Trommelwirbel nach Mäxico“ – um „sex & drugs & rock’n’roll“?

Es geht um mein bisheriges Leben als Musiker, mit Höhen und Tiefen, Erfolge und Enttäuschungen. Aber ja, „sex & drugs & rock’n‘roll“ kommt natürlich nicht zu kurz.

Was ist das für ein Unterschied – Musik zu machen oder über Musik zu schreiben?

Der große Unterschied ist natürlich das Handwerk. Als ich mit dem Schreiben begann hatte ich noch keine Ahnung wie man da am besten vorgeht und ich machte viele Umwege indem ich zum Beispiel zuerst das komplette Manuskript handschriftlich verfasste, um es dann aufwändig mit zwei Finger mit dem Laptop nochmal abzutippen. Tatsächlich konnte ich aber durchaus Parallelen zum Musik machen erkennen und es erinnerte mich manchmal an die Produktion eines Albums. Beim Schreiben und bei der Musik geht es unter anderem darum, dem Ganzen ein Gesicht zu geben und es interessant und stimmig zu gestalten.

Zurück zur Musik – du spielst ja aktuell in verschiedensten Bands, stilistisch zwischen Avantgarde und Singer/Songwriter. Wie funktioniert das?

Ja, man könnte sagen, ich bin musikalisch ziemlich schizophren. Ich mag gute, stimmige Songs, ich bin aber auch Fan von improvisierter Musik, Free-Jazz und wilden Krautrock-Sessions. Prinzipiell beurteile ich Musik nicht nach Stilistik, sondern mehr nach Originalität. Musikalisch kann ich mich relativ schnell auf verschiedene Stilrichtungen einstellen, manchmal ist es für mich schwieriger zwischen den Mentalitäten der Musiker zu switchen.

Wie sind die Pläne für die nächste Zeit?

Erst einmal freue ich mich auf die Herbst-Tour mit „The Moon Is No Door“ und auf die Produktion des neuen Albums von Aaron Brooks, mit dem noch so Einiges passieren kann. Dann steht eigentlich auch noch eine Tour mit „The Silos“ an, die wegen der Pandemie bereits zwei Mal verschoben werden musste. Ich denke, das wird allerdings erst im nächsten Jahr so weit sein, denn schließlich bedarf so eine Tour auch eine Planungszeit. Ansonsten bin ich gespannt, was die Zukunft noch so bringt…

Mit „The Moon Is No Door“ kommt Mäx Huber am 21. September nach Regensburg in die Alte Mälzerei, mit dabei ist dann auch sein alter Kumpel Robert ‚Pepe‘ Pöschl. Und sicher bringt er da auch einige Exemplare seines Buches mit.