altemaelze

Late at night

Chris Colter

Sound-Report: Platten aus der Region
Der “Sound-Report: Platten aus der Region” für den Juli präsentiert ein Album des Oberpfälzer Musikers und Songwriter Christian „Cheese“ Koller, der seit vielen Jahren aktiv ist, angefangen bereits mit 13 Jahren in einer Schülerband, später bei Michael JackTs Net und Tana Nile aktiv, zuletzt mit den Cover-Rockern Cheeseballz. Jetzt agiert er nach über 20 Jahren wieder als Chris Colter und legte im Juni ein neues Album vor. Grund für uns sein Debut-Album „Late at Night“, das er 1999 in Nashville USA aufgenommen hat und das von Joe Sun produziert wurde, wieder vorzustellen. Die Albumvorstellung erschien 1999 in der RSZ.

Chris Colter – ein neuer Name in der Ratisbona-Szene? Ja und nein – denn dahinter verbirgt sich kein anderer als Christian „Cheese“ Koller, ansonsten aktiv als Mann am Mikro bei Tana Nile und Michael Jack“T“s Net. Er ist eben ein richtiger Worcaholic, voll Energie und Aktivitäten. Gerade erst haben Tana Nile mit „Going down with style“ eine neue CD vorgelegt, da schiebt ihr Sänger schon ein neues Werk nach, allerdings unter Pseudonym, er nennt sich einfach um in Chris Colter. Der Namenswechsel ist aber durchaus berechtigt, denn bislang ist er bei uns als voluminöser Rocksänger bekannt. Mit dieser Produktion, zwischen März und April innerhalb 14 Tagen in den Staaten, konkret in den „Okie Acres“-Studios in Nashville mit amerikanischen Studio-Cracks eingespielt, die sich sonst bei Country Größen wie Lyle Lovette und Faith Hill verdingten, wechselt er das Genre. „Late at night“, so der Titel des Album, orientiert sich stark am alternativen Country, als Americana-Sound inzwischen auch bei uns bekannt. Denn die Intensität von Countryballaden hat den 29jährigen Studenten schon lange fasziniert. Die Entstehung des Debuts schien die alteingesessene Country-Riege um die German American Country Music Federation schier elektrisiert zu haben und Chris Colter wurde für deren Award als Newcomer des Jahres 1999 nominiert und zur großen Country-Gala nach Chemnitz geladen. Es blieb allerdings bei der Nominierung, der Sound war den alten Herren dann doch zu rockig. Dem Singer/Songwriter wurde von der Jury immerhin das Prädikat „too Rock for Country, too Country for Rock“ verliehen. Erschienen ist Late at Night damals bei Rosewood Records.