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Corsage

Regie: Marie Kreutzer

Mit „Corsage“ gelingt der Wiener Regisseurin und Drehbuchautorin Marie Kreutzer quasi die Neuerfindung der „Sisi”!

Die österreichische Kaiserin Elisabeth, die als Sissi bekannt wurde, ist gerade ernorm angesagt. Nachdem ganze Generationen mit dem Bild von Romy Schneider als zuckersüßer, strahlend lächelnder Kaiserin in den „Sissi“-Kultfilmen aus den 1950ern aufwuchsen, schicken sich nun gleich mehrere Projekte an, dem romantisch verklärten Blick auf diese historische Figur eine neue Perspektive hinzuzufügen. Nach RTL und Netflix für’s Heimkino, kommt jetzt mit „Corsage“ ein Film mit einem ganz anderen Betrachtungswinkel in die Lichtspielhäuser. Bei der Österreicherin Marie Kreutzer sehen wir keine blutjunge „Sissi“, sondern eine gestandene Frau von 40 Jahren. „CORSAGE zeichnet ein radikal neues Bild einer historischen Figur, deren kollektive Imagination bis heute durch die aus den 1950er-Jahren stammende Sissi-Trilogie (…) mit der jungen Romy Schneider in der Hauptrolle bis zur Unkenntlichkeit verzerrt wurde.“schreibt  Kino-Zeit.de

Zur Story: Weihnachten 1877: Es ist der 40. Geburtstag von Kaiserin Elisabeth von Österreich (VICKY KRIEPS). In ihrer Rolle als Repräsentantin an der Seite ihres Mannes Kaiser Franz Joseph (FLORIAN TEICHTMEISTER) darf sie keine Meinungen äußern, sondern muss für immer die schöne junge Kaiserin bleiben. Um dieser Erwartung zu entsprechen, hält sie an einem rigiden Plan aus Hungern, Sport, Frisieren und täglichen Messungen der Taille fest. Doch Elisabeth ist eine wissbegierige und lebenshungrige Frau, deren Widerstand gegen das überlebensgroße Bild ihrer selbst wächst und die nicht länger in einem höfischen Korsett leben will.

Mit „Corsage“ gelingt der Wiener Regisseurin und Drehbuchautorin Marie Kreutzer quasi die Neuerfindung der „Sisi”. Angelehnt an der historisch gut dokumentierten Biografie der berühmten Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn entblättert die Filmemacherin Schicht um Schicht den fragilen Seelenzustand der Monarchin und schenkt ihr das Narrativ einer furchtlosen, radikalen Frau. Kreutzer gelingt mit tiefer Empathie für die ikonische Kaiserin die Darstellung ihres Wandlungsprozesses zu einem freien Menschen, der sich von jedem Status, jeder Körperlichkeit und jedem Erwartungsdruck löst. Unerschrocken und gleichzeitig mit großer Leichtigkeit traumwandelt die Schauspielerin Vicky Krieps als Elisabeth durch eine misogyne, feindselige Welt, in der sie sich unter den Augen der Öffentlichkeit und ihrer Familie ihren neuen Platz im Leben sucht. Zum ersten Mal in der deutschen Filmgeschichte wird Kaiserin Elisabeth somit ein authentischer Mensch und eine Frau, die auf einmal so unglaublich nahbar und nachvollziehbar wird. „Einige werden sagen, dass es sich bei CORSAGE um das heimliche royale Wunschkind von Pablo Larraíns SPENCER und Sofia Coppolas MARIE ANTOINETTE handelt – aber der Film ist besser als diese beiden.“ Sowie die Kritik in ‚Cineuropa‘. Der bei den Filmfestspielen in Cannes uraufgeführte Film kommt am 7. Juli ins Kino.

 

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