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Aerial Objects

Simon Goff & Katie Melua

Eine Art Erkundungsprojekt zweier Künstlern, die es wagen, über ihre musikalischen Grenzen hinaus in bis dato unbekannte musikalische Welten vorzudringen.

Der Geiger, Komponist und mit einem Grammy©-ausgezeichnete Soundingenieur Simon Goff hat sich mit der mehrfachen Multi-Platin-Künstlerin und Königin der leisen Töne Katie Melua zusammengetan und das gemeinsame Album „Aerial Objects“ heraus gebracht. Simon Goff und Katie Melua sind zwei Musiker, die sich in sehr unterschiedlichen musikalischen Welten bewegen. Simon Goffs musikalischer Kosmos verortet sich irgendwo zwischen Elektronik, Klassik und Post-Rock und sein einzigartiger Sound hat ihm bereits Kollaborationen mit einigen der weltweit renommiertesten Musiker eingebracht. Die Singer-Songwriterin Katie Melua ihrerseits hat bis dato acht britische Top-10-Alben in ihrer mittlerweile 20 erfolgreiche Jahre andauernden Karriere veröffentlicht, die Klassiker wie „Closest Thing To Crazy“ oder auch „Nine Million Bicycles“ hervorgebracht haben. Unter der musikalischen Führung von Simon Goff und mit Katies immenser Vorstellungskraft und lyrischer Freiheit vor allem in Hinblick darauf, wie die Umgebung ihr Denken und ihren Gemütszustand beeinflusst, ist dieses sechs, zumeist relativ lange, Titel umfassende Album eine Art Erkundungsprojekt zweier Künstlern, die es wagen, über ihre musikalischen Grenzen hinaus in bis dato unbekannte musikalische Welten vorzudringen. Als eingeschworenen Katie-Fan lässt mich die Scheibe etwas ratlos und unentschieden zurück. Klar, ihre Gesangskünste sind – wie immer – über jeden Zweifel erhaben. Aber passt der elektronisch-symphonische „Wall of Sound“ zu ihrer Natürlichkeit, ihrem Ausdruck? Bei einigen Stücken funktioniert das hervorragend, z.B. bei dem wunderbar fliessenden „Millions of Things“, andere Songs animieren mich schlicht zum weiter skippen. Wie dem auch sei, ich freue mich auf die nächste Katie Melua-Scheibe, die hoffentlich wieder ihre eigenen Songs bzw. den „gewohnen Sound“ zutage bringt. (Modern Recordings) HuGe

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