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Venus 5

Venus 5

Ein künstliches Produkt, auf den Markt hin produziert. Muss nicht sein.

Ist das die Metal-Version der Spice Girls – das ist der erste Gedanke zu Venus 5. Das ist eine Frauen-Band mit fünf Sängerinnen aus Europa – die Italienerin Greta Di Iacovo, die Slowenin Karmen Klinc, die Serbin Jelena Milovanovic, die Schwedin Tezzi Persson und die Albanerin Erina Seitllari. Jede von ihnen hat bereits Erfahrung bei anderen Bands gesammelt. Und natürlich ist klar, wer dahinter steckt: Frontier Records bzw. Serafino Perugino, der Präsident des italienischen Labels. Elf Tracks finden sich auf dem Longplayer, und eines muss man den Mädels lassen – sie können singen. Die Kompositionen gehen in die Richtung von Evanescense, Within Temptation oder Amaranthe. Was wiederum nicht überrascht, ist doch Jake E. (Cyrha, Ex-Amaranthe) dabei, der den Gesang mitproduzierte, sowie Stefan Helleblad (Within Temptation), der für den Gitarrensound verantwortlich ist. Stark produzierte Gitarren, mehrstimmiger Gesang, pompöse Keyboards und Arrangements bestimmen den Sound, die Sängerinnen erinnern vom Sound an Avril Lavigne, Doro, Anette Olzon oder Gwen Stefani. Und klar, die Songs haben kommerzielles Potential, z.B. ‚Monsters under the bed‘, ‚We’re Dynamite‘ oder ‚Because of you‘. Das klingt verdammt eingänglich. Aber ist das das, was Rockmusik ausmacht? Das erinnert schon stark an die Boygroups vor etlichen Jahren. Ein künstliches Produkt, auf den Markt hin produziert. Muss nicht sein. Wer weiß, was da sonst noch kommt? (Frontiers) P.Ro

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