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Synergy

Wicked Stone

Fett produziert gibt es hier eine tolle Mischung aus nicht zu harten Anthrax, Armored Saint, Alter Bridge und harten Black Stone Cherry auf die Ohren.

Die Briten Wicked Stone veröffentlichen Mitte Juni 2022 mit „Synergy“ ihr zweites Studioalbum nach dem Debüt „Ain’t no Rest“ von 2017. Bis dato ging die Band spurlos an mir vorbei, was eventuell auch am Fehlen eines Labels liegt. Fett produziert gibt es hier eine tolle Mischung aus nicht zu harten Anthrax, Armored Saint, Alter Bridge und harten Black Stone Cherry (z. B. bei „Going Wild“) auf die Ohren. Vom Einstieg „Say goodbye to Yesterday“ bis zum Rausschmeisser „Broken Heartbeat“ wird das Energielevel schön hoch gehalten und es regieren die Gitarren mit tollen Soli und fetten Riffs. Die Rhythmusabteilung pumpt heftig und es ist doch immer wieder schön, wenn man auch den Bass im Mix vernehmen kann und er dennoch den Gesamtsound nicht zu dominant unterstützt. Sänger Joe Hawx liefert eine starke Performance ab und erinnert mich ein ums andere Mal an eine Kombination aus Myles Kennedy und John Bush (deswegen auch der Querverweis zu Anthrax und Armored Saint). Dass er sowohl Ballade kann (beweist er eindrucksvoll bei „Now you’re gone“) als auch heftigen Metal („Hunted“) zeigt seine wandelbare Stimme, mit der er zu „Höherem“ berufen wäre. Es bleibt zu hoffen, dass man dieses Album dann diesmal auch physikalisch zu kaufen bekommt, ist es Stand heute nur also Download vorbestellbar. Von meiner Warte aus gibt es so oder so sechs Sterne. (Hard To Stay Quiet) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal