altemaelze

From Above

Mother Mersy

Dirty up tempo Rock’n’Roll to melancholy Ballads

Neues Hard Rock-Futter aus Schweden bieten die vier Jungs von Mother Mersy auf ihrem Debüt „From Above“. Fett produziert gefällt die Musik allen, die auf hemdsärmelige, nach vorne preschende Melodien im Stil der White Stripes, Lenny Kravitz, aktuell Ayron Jones oder auch Living Colour stehen, während das Balladeske in Richtung 70er Led Zeppelin schwenkt. Die Band selbst bzw. der Promozettel spricht hier von „dirty up tempo Rock’n’Roll to melancholy Ballads“. Und ja, so kann man das sehen, auch wenn ich hier und da leichte Blueseinflüsse ebenfalls zu vernehmen glaube. Bietet der Einstieg „Your Thing“ mit der leicht verzerrten Vocoderstimme Alternative Rock, geht ab Song #2 „Attention“ die Hard Rock Post ab. Hammermäßig gesungen von Emil Starbrant (stimmliche Einflüsse siehe oben) gibt es immer wieder schön scharfe Gitarrensoli von Emmanuel Benigh Hemmander mit viel Herz und Seele (und nie Gefiedel), wobei die Band auch immer wieder ruhige Momente einfließen lässt. Damit es nicht durchgehend zackig ist nimmt man bei der wahrlich gelungenen Ballade, und mit fast sechs Minuten längsten Song, „See you again“ das Tempo gehörig raus. Die Hälfte wird nur mit akustischer Gitarre und Gesang (Robert Plant wäre stolz) dargeboten, während sich der Rest dann flotter gibt und an Led Zeppelin erinnert. Nachdem auch die Rhythmusfraktion über jeden Zweifel erhaben ist und die Produktion aus den Händen von Gustav Brunn (u.a. Danko Jones bzw. Mando Diao) schön fett ist, gibt es nur einen Schwachpunkt zu bekritteln. Die CD ist nur 38 Minuten lang. Von meiner Warte aus gibt es dennoch mal sechs Punkte für den Anfang und eine klare Kaufempfehlung. (Raw Street Noise/Ingrooves) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal