altemaelze

Terranova

Fallen Sanctuary

Das ist neues Futter für alle, deren Ohren nach ‚Melodic Symphonic Power Metal‘ lechzen!

Mit dem Album „Terranova“ der Band Fallen Sanctuary gibt es neues Futter für alle, deren Ohren nach ‚Melodic Symphonic Power Metal‘ lechzen. Und wer jetzt schreit nein, das muss nicht sein, sollte doch zumindest mal reinhören. Die vom österreichischen Sänger Georg Neuhauser (Serenity, nach deren zweiten Album die neue Band vermutlich benannt wurde) und dem italienischen Gitarristen Marco Pastorino (von den mir unbekannten Temperance) gegründete Band bietet auf ihrem Debüt ein top produziertes feines Gemisch aus Rhapsody, Stratovarius, Sonata Arctica, Angra, aber auch AOR/Hard Rock-lastiges wie Europe oder auch Eclipse, sowie Power Metal (nicht so hart wie die aktuelle Rage)  Die Produktion ist fett, die Songs nie schmalzig, da auf ein Übermaß an Orchester aus der Dose verzichtet wird und Dank der richtig guten Rhythmusfraktion angenehm hart. Der Einstieg ins Album „Terranova“ (man kann sich bei YouTube überzeugen) mit interessantem Text zeigt gleich mal wo der Hammer hängt und die musikalische Reise hingeht. Gesanglich gibt es den Heldentenor (aber nie übertrieben oder dramatisch), gepaart mit feinem Normalgesang und charmantem Akzent versehen. Die Soli sind wunderbar passend, schön technisch, aber auch immer am Song orientiert. Die im Promozettel erwähnten AOR Einflüsse beziehen sich sicherlich auf die extrem geschmeidigen, gar fast poppigen Refrains, die, wenn man den Text kennt, zum Mitsingen im Auto anregen. Ein gutes Hörbeispiel wäre hier die Singleauskopplung „Broken Dreams“ die an Europe erinnert und für die es ebenfalls ein offizielles Video bei YouTube gibt. Eher Richtung Power Metal deutscher Prägung tendiert das mit akustischen Gitarren eine Ballade antäuschende „To the Top“, das auch auf einem Edguy Album eine klasse Figur machen würde. Erwähnenswert wären noch die zwei wunderbar einfühlsam gesungenen Balladen „I can’t stay“ (nur akustische Gitarren, Piano, Gesang) bzw. das leider nur als Bonus Track auf dem DigiPak enthaltene „Wait for me“ (nur akustische Gitarren und Gesang), die zeigen welche Range Georg Neuhauser drauf hat. Die restlichen drei Bonus Tracks bestehen aus instrumental Versionen von drei Album-Tracks, die ich nicht brauche. Von meiner Seite aus gibt es sechs starke Sterne verbunden mit dem Hinweis, dass die Vinyl Version einen anderen Bonus Track bekommen hat. (AFM Records) HJH

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