altemaelze

AliBabo

Django 3000

„Back to the roots“ beschreibt das neue Studio-Album ganz wunderbar!

Diese bayerischen Gypsys rocken seit nunmehr zehn Jahren auf großen und kleineren Bühnen der Welt. Ihr bayerischer Balkan-Beat-Sound brachte schon von Indien über Russland bis Südkorea jeden zum Tanzen, der nicht gerade an einer Hüftdysplasie leidet. Und jetzt präsentieren sie mit „AliBabo“ einen neuen Longplayer mit zehn neuen Stücken und auf dem gleichnamigen Titelsong  bekommt die „Heidi“ ihren langersehnten, tanzwütigen Partner: „Er schüttelt si, bringt an Bodn zum Bebn … des is da Ali, AliBabo“. Ein ungleiches Paar, das ein gemeinsames Motto verfolgt: „Danz di frei!“ Die vier musikalischen Strizzis, seit 2018 mit Korbinian Kugler am Bass, besinnen sich auf ihre Anfänge – „back to the roots“ beschreibt das neue Studio-Album ganz wunderbar. Bei erdigem Gitarren-Rock’n’Roll, lässigem Gypsy-Swing und teuflisch-melodischen Geigensoli spürt man regelrecht ein Brennen unter den Zehennägeln. „I schoit mei Hirn aus, foig meim Gfui, träum vo da Ruah vom blädn Spui“ heißt es im Song „Mashalla“. Der Groove der neuen Scheibe trifft zielsicher den neuen alten Kurs! Hier und da blitzt  Morbidität auf, es riecht nach Gitanes ohne Filter und klingt nach verwegenen ungarischen Straßenmusikern in bester Manier. Dabei gibt Sänger Kamil Müller mit seiner whiskygetränkten slowako-bayerischen Reibeisenstimme den letzten Schliff und befeuert sein Publikum auf der Tanzfläche. Im Song „I kimm vorbei“ brettern die Gypsyrocker um die Welt, gönnen sich und der großen Liebe dabei nur eine kurze Verschnaufpause: „I kimm vorbei, aber ewig ko i ned bleibn, i mua weida, hob an Plan für uns zwoa“ heißt es da. Die ganze Welt ist ihr Zuhause und genetisch sind die Jungs nicht gerade weit vom jungen Monaco Franze entfernt: chronisch abenteuerlustig durchs Leben strawanzend, unstet, nicht ganz ungefährlich, aber verteufelt charmant. Inspiriert von ihrem ersten Tonträger setzen die Jungs auf maximalen Zappelalarm und geben deutlich zu verstehen, wie sich partytauglicher Gypsysound anhören muss: Direkt ins Herz, in d’Fiaß, authentisch und mit klaren Worten. Und wie das „live on stage“ klingt, zeigen Kamil, Florian, Jojo und Korbinian am 15. Juni im „Airport“ in Obertraubling. (millaphon) P.Ro

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