altemaelze

Off To The Moon

Young Fast Running Man

Absolut gelungenes drittes Album!

Auf dem 2016 erschienenen Debüt-Album YFRM seines Soloprojekts Young Fast Running Man, vereinte der Landshuter Songwriter Fabian Hertrich Elemente des traditionellen Blues, Rock der 60er Jahre, Country und Folk. Die Bandbreite des Sounds reicht von Slide Gitarren, open-tuned acoustic-fingerstyle und Blues-Harps über mit Bläsern und Streichern unterlegten Balladen bis hin zur Mandoline und Mundharmonika. Beim neuen, dritten Album „Off tot he moon“, das Anfang Juli veröffentlicht wird, präsentiert sich jetzt Hertrich mit einer eingespielten Band. Neben Hertrich ist noch sein Bruder Gabriel dabei, sowie Michael „Air“ Hoffmann und Michael Karl, die beide auch in T.G. Copperfield’s Electric Band aktiv sind. Mit ihm Studio war noch Claus Bächer an den Tasteninstrumeten und zuständig für’s Gebläse. Binnen einer Woche wurden die zehn Songs abermals live im Slash Zero Records-Studio in Abensberg aufgenommen bei Hubi Hofmann, der das gemeinsam mit der Band produziert hat. Konzipiert war das alles bereits 2020, doch covid-19 verschob das ganze nach hinten ins Jahr 2021. Bereits die zwei Vorgängeralben verdeutlichten, dass sich Fabians Songs zwar weitgehend im traditionell-zeitlosen Folk und Blues(-Rock) bewegen, jedoch nicht eindeutig einem klassischen Genre zugeordnet werden können. Wie bereits der Titel verrät, spielt die Symbolik des Mondes eine wesentliche Rolle, welche sich im Songwriting, in den Arrangements aber auch in den Texten widerspiegelt. Analog zum Mond präsentiert auch das Album verschiedene Gesichter, was sich vor allem in der Vielseitigkeit der Stilrichtungen, Klänge, Instrumente und in den dadurch erzeugten Stimmungen zeigt. Auch bei seinen neuen Liedern sind wieder Folk- und Rock-Einflüsse der 60erJahre zu vernehmen, allerdings finden sich diesmal ebenso Elemente von 90er und 00er Jahre Bands wie Oasis oder Kasabian wieder, die den Songwriter in seiner Jugend begleiteten. So hat sich der Sound vom klassischen Country-Blues auf dem Debütalbum hin zum Indie-angehauchten Folkrock entwickelt. Was am Ende jedoch stets als roter Faden und treuer Wegbegleiter bleibt, ist die Akustik Gitarre und der Blues. Binnen einer Woche wurden die zehn Songs abermals live im Slash Zero Records-Studio in Abensberg aufgenommen. Versierte Arrangements mit Einsatz von Streichern, Bläsern, Rhodes oder Hammondorgel verleihen den Stücken einen besonderen Charakter und erzeugen ein rundes Gesamtbild. Eingängige Gitarrenriffs in bester Stoner- oder Psychedelic-Manier mischen sich mit sphärischen Backup Vocals, Mellotronstreichern sowie Slidegitarren und lassen dennoch genügend Platz für Fabians Gesang. Mit seiner erdigen Bariton-Stimme erzählt er poetisch von Glück, Sehnsüchten, emotionaler Wahrhaftigkeit, Ästhetik der Natur in seiner Einfachheit und beschreibt impressionistisch Erlebnisse aus seiner Kindheit und Jugend. Durch das Spiel mit Metaphern wird dem Zuhörer die Möglichkeit geboten, selbst zu interpretieren und subjektive Gefühle zu generieren. Drei dem Horizont entgegengaloppierende Wildpferde schmücken zudem das blutmondrote Albumcover und bieten auch dem Auge Raum für Fantasie. Rastlos, ungezähmt und leidenschaftlich scheinen sie die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit hinter sich zu lassen, um allmählich Richtung Himmel in die Unendlichkeit zu verschwinden. (Slash Zero Records) P.Ro

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