altemaelze

Les Racines

Vieux Farka Touré

Zeitlose Weltmusik-Grooves, die von der traditionellen Musik Westafrikas geprägt sind!

Der Meister hat schon seinen Spitznamen weg, er wurde mitunter schon als der „Hendrix der Sahara“ gefeiert. Nun, an den „Gitarrengott“ erinnert mich sein zweifellos virtuoser Gitarrenstil nicht, die verspielten Eruptionen der Sechssaitigen bleiben stets tief in der hypnotischen Grundstimmung der nordmalischen Savanne verhaftet. Es geht hypnotisch-treibend zu, da würde ich eher „Sahara-Blues“ auf das Etikett schreiben. Bis dato veröffentlichte Vieux fünf von der Kritik gelobte Soloalben auf denen er die Grenzen von traditioneller Westafrikanischer Musik überschreitet und die Grenzen der Sahara auslotet. Insidern ist seine außergewöhnliche Kollaboration mit Dave Matthews und dem Jazz-Gitarristen John Scofield bekannt, darüber hinaus ist er auf Alben mit der amerikanischen Singer-Songwriterin Julia Easterlin und dem israelischen Singer-Songwriter Idan Raichel zu finden. Und wer bei weltberühmten Kollegen, zum Beispiel Ry Cooder, Dave Matthews oder Lauryn Hill mit spielt, der ist in der künstlerischen Champions-League angekommen. Mit „Les Racines“, was übersetzt „die Wurzeln“ bedeutet, dokumentiert Vieux eine tiefe Verbundenheit mit der traditionellen Songhai Musik aus dem Norden von Mali, welche im Westen als „Desert Blues“ bekannt wurde. Vieuxs Wurzeln reichen tief – er ist der Sohn von Ali Farka Touré, welcher von vielen als einer der besten Gitarristen Afrikas angesehen wird. Das Album wurde in Vieuxs Heimstudio in Bamako aufgenommen und präsentiert zeitlose Weltmusik-Grooves, die von der traditionellen Musik Westafrikas geprägt sind. Ein gutes Album, das jedoch nicht an seine deutlich rockigere und abwechslungsreichere Scheibe „The Secret“ (2011) heran kommt. (World Circuit) HuGe

*****

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