altemaelze

Philosophobia

Philosophobia

Neues Futter für die Ohren der Progressive Metal-Gemeinde!

Mit der aus Kamelot, Perzonal War und Pain of Salvation bestehenden Band Philosophobia gibt es mit dem selbstbetitelten Debüt neues Futter für die Ohren der Progressive Metal-Gemeinde. Der bekannteste Musiker an Bord dürfte wohl Kristoffer Gildenlöw (ex Pain of Salvation) sein, der lange Jahre Bass in der Band seines Bruders Daniel spielte. Aber auch alle anderen an diesem Projekt Beteiligten machen einen Top Job an ihren Instrumenten. Geboten wird eine hervorragend produzierte (von Phil Hillen u.a Powerwolf/Kamelot) und gemasterte (Alan Douches u.a. Fates Warning/Redemption) Mischung aus harten Progressive Metal mit poppigen Elementen. Der Gesang wechselt von sehr geschmeidig (a la IQ, Marillion) zu harten Shouts (gut nachzuhören beim in Teilen an Pink Floyd erinnernden „Voices unheard“, wo man glatt meint hier zwei verschiedene Sänger zu hören), die zeigen, welche Bandbreite Sänger Domenik Papaemmanouil zu bieten hat. Trotz der Grundhärte in den Songs wird aber auch nie die Melodie vergessen, so dass es bei den teilweise überlangen (an die neun Minuten), aber nie langweiligen Titeln immer wieder ruhige Momente gibt, in denen viele kleine Keyboardeinsprengsel das Salz in der Suppe sind. Aber auch die Gitarre, die sonst vorzüglich soliert (Gitarrenmaestro Andreas Ballnus spielt sonst eher Thrash Metal bei Perzonal War), besinnt sich hier auf die eher leisen, gezupften Passagen, die wunderbar mit den Keyboards harmonieren wie im Paradebeispiel „Thorn in your Pride“, das gleich mal mit einem dreiminütigen Intro zeigt wo der Hammer hängt. Der Mann an den Keyboards, Tobias Weißgerber, darf dann vor allem bei „Time to Breath“ zeigen was er kann. Im Mittelteil gibt es hier ein fantastisches Gitarren- vs. Keyboard-Soloduell, das an die besten Zeiten von Dream Theater erinnert, genauso wie beim recht kurzen Instrumental „Thirteen Years of Silence“. Dass diese Band auch ruhig kann zeigt sie in der wunderbaren Piano/Streicher/Gesang-Ballade „As Light ceased to exist“ mit feinem Gitarrensolo sowie der Halbballade „Within my open Eyes“ mit ebenfalls langem Piano/Streicher-Intro, das dann Fahrt aufnimmt und hier an Queensyche trifft auf VoiVod der „Angel Rat“-Ära erinnert. Fans von Anacrusis, Watchtower, Atheist, Pain of Salvation, Dream Theater, IQ, Marillion und vor allem Symphony X und Shadow Gallery greifen hier dann Ende Juni bedenkenlos zu bei diesem 6,5 Sterne Werk. (Sensory) HJH

******/*

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

Share on facebook
Share on twitter