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Wanda

Kritik zum Konzert am 13. Mai in der Donau-Arena Regensburg

Die Kult-Musiker aus Österreich heizten in der Donau-Arena ein!

Gut zwei Jahre nach dem ursprünglich geplanten Termin gab es am 13. Mai endlich das mehrfach verschobene Konzert in der praktisch ausverkauften Donau Arena in Regensburg mit viel Amore und Bussi Baby von Wanda im Rahmen ihrer Anfang 2020 gestarteten „Ciao“ Tour zum damals noch aktuellen Album. Die Schatzis im Publikum gingen vom ersten Ton von „Luzia“ begeistert mit und überzeugten mit Textsicherheit auch Sänger Marco Fitzthum, der sich nicht nur einmal eine Träne aus dem Knopfloch wischen musste und sich immer wieder überschwänglich für die Reaktionen bedankte. Die Band war top eingespielt, auch wenn der Rhythmusgitarrist keine Soli spielen sollte. Der Sound war ebenfalls hervorragend und gut laut, so dass man leider von den ab und zu begleitenden Streichinstrumenten nix gehört hat. Dafür war das Saxofon schön prominent im Mix bei den Songs, in denen es gespielt wurde, zu hören. Nach der langen Konzertpause ließen sich die Jungs nicht lumpen und lieferten eine gut zweistündige Show mit allen Hits (Bologna, Meine kleine Schwester, Easy Baby, Ciao Baby) und insgesamt 25 Songs aus allen vier Alben ab. Der neue Longplayer „Wanda“ erscheint ja leider erst im September 2022 und wird von der Band dann bei der nächsten Tour 2023 sicherlich reichlich vorgestellt.

Das Einzige, was ich auch dieses mal nicht gebraucht hätte, war diese ellenlange Version von „Ich will Schnaps“, die gar nicht enden wollte und mir schon 2018 in Fürth auf die Nerven ging. Dafür gab es dann vorher eine witzige Einlage von Sänger Markus mit ein paar angespielten Cover-Songs (u. a. von Harry Styles) – nur er und die akustische Gitarre. Alles sehr charmant und auch viel besser und kurzweiliger als damals. Gleiches gilt auch für diese recht coole Indie Pop/Rock Vorband „Das Moped“, die gut 45 Minuten den Anheizer geben durften und gemessen am Beifall aus dem Publikum auch in und um Regensburg viele Fans hat. Da war Voodoo Jürgens damals schon ein paar Ecken schlechter. Sollte man mal die Alben, die es leider nur als Download oder Vinyl gibt, abchecken. Fazit: Tolle gut drei Stunden musikalisches Entertainment, bei dem mir nur mein Sitzplatz fast parallel zur Bühne, den Genuss etwas verleidet hat, da der Sound hier nicht so prall und die Sicht nicht optimal war. In der Donau Arena kennt man leider im Gegensatz zur Olympiahalle in München das Wort Leinwände nicht. Ist aber nicht das Problem der Bands. Wer die Band noch nie live gesehen hat sollte das dann unbedingt nachholen. Es lohnt sich. Und gleich zum vormerken – Wanda kommen 2023 erneut nach Regensburg und stehen am 11. März wieder auf der Bühne der Donau-Arena! (HJH)

Fotokredit: HJH/Tom Tiger