altemaelze

III

CoreLeoni

Und wieder lässt es Leo Leoni krachen!

Wer die Gotthard-Show im April im Airport gesehen hat, weiß, dass Gitarrist Leo Leoni der pure Rock‚n‘Roll ist. Die Les Paul und sein Marshall-Amp sind die optischen Belege dafür. Und da er seine Rockseele vollkommen ausleben will, gründete er 2018 die Band CoreLeoni. Wie der Titel „3“ schon aussagt, kommt hier ihre dritte Scheibe. Und wieder lässt Leo es krachen. Bluesig geht’s in den ersten Titel „Let Life Begin Tonight“, allerdings wird schnell ein melodiöser Rocksong daraus, der auch einem David Coverdale hervorragend zu Gesicht stehen würde. Ronnie Romero ist nicht mehr dabei, er hatte wohl mit gefühlt 100 anderen Projekten genug zu tun (u.a. taucht er auf der neuen Sinner und der neuen Michael Schenker Group auf). Neusänger Eugent Bushpepa überzeugt jedoch von Anfang an mit eigener Stimme und Personality. Eine gute Wahl! Das zeigt sich auch bei softeren Titeln, wie etwas „Sometimes“. „Purple Dynamite“ ist wohl als Mitsinghymne angelegt und brilliert am Ende mit einem 2-stimmigen Gitarrensolo. Riffbetont rockt CoreLeoni bei „Guilty Under Pressure“ und „Sick Tired“. Sehr Hammond-lastig ist die Ballade „Deep In My Soul“ und überzeugt durch einen Gospelchor. Wie eine Coverversion sich anhören sollte, zeigt die Band dann bei „Jumping Jack Flash“. Dem abgenudelten Stones-Klassiker gewinnen sie tatsächlich Neues ab und lassen es so richtig krachen. Man darf hoffen, dass die Band auch mal wieder in unsere Gegend kommt. Das letzte Konzert in Burglengenfeld war ein Klasse für sich! (Atomic Fire) acb

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