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Chicago – ein Musical-Vaudeville

Kritik zur Premiere am 14. April im Theater Regensburg

Regensburger Erstaufführung – weitere Aufführungen am 14. und 22. Mai, im Juni und Juli

Die Story dieses Erfolgsmusicals ist schnell erzählt: Im Gefängnis in Chicago der wilden 20er-Jahre treffen verschiedene Frauen aufeinander, die eine Sache gemeinsam haben: Sie haben ihre Liebhaber oder untreuen Ehemänner auf die eine oder andere Art ums Leben gebracht. Die ehrgeizige Roxy Hart träumt eigentlich von einer Show-Karriere wie ihr Vorbild Velma Kelly. Dass sie ausgerechnet Velma im Knast trifft, scheint für sie zunächst ein Glücksfall zu sein. Doch die beiden konkurrieren um einen Gerichtstermin, der ihnen das Leben retten soll. Und so erfindet Roxy eine Schwangerschaft, die die Geschworenen zu einem milden Urteil, besser noch zu einem Freispruch bringen soll – und ist erfolgreich. Roxy wird zum Star der Boulevard-Presse und sonnt sich in diesem Medienrummel, bis ein anderes Ereignis die gesamte Reporterschar von ihrem Fall abzieht. Die anfänglich erbitterte Rivalität zwischen Roxy und Velma entwickelt sich im Lauf der Geschichte zu einer wunderbaren Freundschaft.
Dass „Chicago“ zu einem echten Musical-Hit wurde, liegt nicht  nur an Songs wie „All That Jazz“, „Cell Block Tango“ oder „If You’re Good to Mama“. Auch die Tanz-Choreografie ist, so wie sie im Theater Regensburg präsentiert wurde, mitreißend und sexy. Dafür sorgen nicht zuletzt die beiden hinreißenden Hauptdarstellerinnen Miriam Neumaier als Roxy Hart und Natascha Hill als Velma Kelly, die sowohl gesanglich als auch tänzerisch begeistern können. Tänzerisch absolut überzeugend sind auch die Mitglieder der Abteilung Tanz des Theaters. Und dass das Philharmonische Orchester sowie der Opernchor auch Jazz „können“, haben sie bei dieser Aufführung überzeugend bewiesen. Kurz: Ein unterhaltsamer, spritziger Abend im Theater Regensburg!

Fotokredit: Jochen Quast

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