altemaelze

Endless Rooms

Rolling Blackouts Coastal Fever

„Endless Rooms“ ist genau das Ergebnis einer Band, die das tut, was sie am besten kann: „chasing down songs in a room together.“

Die australische Rock-Pop-Band aus Melbourne wurde 2013 von den drei Gitarristen und Sängern Fran Keaney, Tom Russo und Joe White, die schon seit ihrer Schulzeit zusammen in unterschiedlichen Bands musizierten, gegründet, zusammen. 2013 gründeten mit Marcel Tussie am Bass und Russos Bruder Joe am Schlagzeug. Nach den beiden EPs „Talk Tight“ (2016) und „The French Press“ (2017) erschien 2018 das Debüt „Hope Downs“ und 2020 das zweite Album „Sideways To New Italy“, das in Australien auf Platz vier der Charts landete. Der Nachfolger „Endless Rooms“ erscheint jetzt Anfang Mai und wurde von der Band selbst produziert und in ihrer Heimat Australien in einem Haus aufgenommen, das die Gruppe bezogen hatte, um gemeinsam zu schreiben. Während die ersten Ideen für „Endless Rooms“ noch über lange Zeiträume hinweg online ausgetauscht werden mussten, wurde das Album während kleiner Zeitfenster der Freiheit geboren, in denen die Band sich in dieses Lehmziegelhaus etwa zwei Stunden nördlich von Melbourne zurückzog, das von der Großfamilie Russo in den 1970er Jahren gebaut wurde. Dort nahmen die zwölf Tracks Gestalt an, die so sehr von der Akustik und dem Ambiente des weitläufigen Hauses am See geprägt waren, dass die Band beschloss, das Album dort aufzunehmen (und das Haus auf das Albumcover zu setzen). Das Ergebnis ist eine Sammlung von Songs, die vom Geist des Ortes durchdrungen sind, „Es ist fast ein Anti-Konzept-Album. Die ‚Endless Rooms‘ des Titels spiegeln unsere Vorliebe für das Erschaffen von Welten in unseren Songs wider. Wir behandeln jeden von ihnen wie einen nackten Raum, der mit unendlichen Möglichkeiten aufgebaut werden kann“, schreiben Rolling Blackouts Coastal Fever zur Ankündigung ihres neuen Longplayers. Einer von den insgesamt zwölf ‚Räumen‘ ist die Leadsingle „The Way It Shatters“. Und die zeigt mit einer überschwänglichen Synthie-Figur direkt ein wenig frischen Wind im sonst typischen Gitarren-Rock, auf den hier aber dennoch nicht verzichtet wird. Den Inhalt beschreibt die Band wie folgt: „Es geht darum, dass die eigene Lebenssituation das Ergebnis eines absoluten Zufalls ist. Ob man zufällig im wohlhabenden Australien geboren wird oder zufällig in einem Kriegsgebiet in Syrien. Das ist einfach die Art und Weise, wie es zersplittert. Wenn man dieses Glück mit einem Gefühl des Stolzes auf sich selbst oder sein Land verwechselt, wird man verwirrt und weiß nicht mehr, was wichtig ist. Dann werden diejenigen, die auf der anderen Seite der Glücksskala stehen, als etwas völlig anderes und als nicht würdig angesehen.“ Es ist das bisher natürlichste und umfangreichste Album der Band, das ein Zeugnis für den kollaborativen Geist und die Live-Power von Rolling Blackouts C.F. darstellt. In ihren eigenen Worten ist „Endless Rooms“ nun genau das Ergebnis einer Band, die das tut, was sie am besten kann: „chasing down songs in a room together.“ (Sub Pop) P.Ro

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

 

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