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The Elephants Of Mars

Joe Satriani

Satriani braucht für seine Musik keine Stimmen, dafür sorgen allein die sechs Saiten.

Der Amerikaner Joe Satriani gilt als einer der erfolgreichsten Gitarristen der Gegenwart und ist dafür bekannt, stets starke, kreative und gut produzierte Alben abzuliefern. Zu Beginn seiner Karriere war Joe Satriani Gitarrenlehrer. Zu seinen Schülern gehörten mit Metallicas Kirk Hammett, Tom Morello von Rage Against The Machine und Audioslave und Steve Vai ein paar der heute bekanntesten Gitarristen der Welt. Dann begann seine Karriere als Musiker und 17 Alben in 35 Jahren sind eine beeindruckende Leistung. Noch beeindruckender ist allerdings, dass Joe Satriani im Laufe dieser Zeit seine Qualität immer hochgehalten hat. 15 Grammy-Nominierungen hat er bereits bekommen, allerdings bislang noch keinen gewonnen. Dennoch zählt der Musiker heute zu den besten Gitarristen des Instrumental-Rock. Das bestätigt auch sein neues, 18. Studioalbum „The Elephants Of Mars“ mit 14 Tracks. Natürlich alles instrumental, Satriani braucht für seine Musik keine Stimmen, dafür sorgen allein die sechs Saiten. Das Album entstand, wie sollte es anders sein, während der Corona-Pandemie und einer damit einhergehenden Konzertpause. Satriani und seine Liveband schrieben und nahmen die Stücke an verschiedenen Orten der ganzen Welt auf. Aber trotz dieser Einschränkungen, oder vielleicht gerade deswegen, wollten sie etwas Ehrgeizigeres machen und ihre Zeit nutzen, um ein breit gefächertes Set von Songs zu kreieren, das eine Vielzahl von Einflüssen offenbart. „Wir haben alles gemacht. Wir haben die verrücktesten Ideen ausprobiert. Und wir haben jede Idee ausprobiert, die wir hatten, um etwas auf den Kopf zu stellen und zu sehen, was passieren könnte“, schreibt Satriani auf seiner Website. „Sahara“, die erste Single von „The Elephants Of Mars“, ist das beste Beispiel dafür. Mal klingt das dann eher futuristisch wie bei „Through A Mother’s Day Darkly“, „Pumpin“ weckt Fusiongefühle und auf „Night Scene“ kommt ein Jazz-Feeling auf. Im Zuge der neuen Platte habe sich der Gitarrist selbst herausgefordert, einen „neuen Standard“ für instrumentale Gitarrenalben zu schaffen. Er wollte sich von dem entfernen, was er selbst als „klassischen Rock“ der letzten Alben beschreibt, die er veröffentlicht hat: „Ich möchte den Leuten zeigen, dass ein instrumentales Gitarrenalbum weitaus kreativere und unterhaltsamere Elemente enthalten kann, als ich glaube, dass die Leute es im Moment verwenden“, so Satriani. Fragt sich nur, ob konservative Rock-Fans nicht doch sein weniger verkopftes Gitarrenspiel wie bei seinem Projekt Chickenfoot mehr schätzen. (earMUSIC) P.Ro

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