altemaelze

Hypercarnivore

Waste A Saint

Das Quartett spielt fuzzy Alternative-Rock, der Einflüsse der 60er und 70er Jahre vermengt und mit dem schweren Fußabdruck der Stoner-Ära vereint.

Die 2015 in Trondheim gegründete Band Waste A Saint veröffentlich Ende April mit „Hypercarnivore“ ihr Debütalbum. Die neun Tracks auf dem Album sind sehr gut produziert, wobei für meinen Geschmack etwas zuviel Wert auf elektronischen Firlefanz gelegt wurde. Die Stimme von Sängerin Bogey wird fast immer mit einem Verzerrer unterlegt, die Drums hören sich auch irgendwie seltsam an mit diesem Stilmittel. Aber vermutlich muss das so sein. Musikalisch gibt es fuzzigen Alternative Rock mit leichten Stoner-Einflüssen (ich höre hier ab und an QOTSA raus), aber auch hie und da vor allem im Gitarrenbereich bzw. bei den kurzen Soli Rage against the Machine. Der Einstieg ins Album mit neun Tracks wird mit einem Tom Morello-Quietschsolo beendet. Vom Aufbau ähneln sich die Lieder dann doch sehr, da freut man sich dann schon mal auf Kleinigkeiten, wie das 60er Jahre Surfgitarrenriff im siebten Lied „By Proxy“. Bei den letzten beiden Tracks der Scheibe hört man dann dank Verzicht auf den Stimmeffekten, dass die Sängerin eigentlich ja eine tolle, leicht soulige Stimme in Richtung ‚Joss Stone trifft auf Elin Larsson von den Blues Pill‘ hat. Vor allem die Ballade („Feed to the fire) sticht hier hervor. Der Rest der Scheibe erinnert mich dann wieder eher an Taylor Momsen.  Wer sich also für eine Mischung aus Royal Blood, Royal Republic, The Pretty Reckless und Larkin Poe begeistern kann liegt hier richtig. Mein Ding ist es nicht so ganz, obwohl man sich die Scheibe durchaus anhören kann. Somit aus meiner Sicht viereinhalb Sterne. (All Good Clean Records) HJH

****/*

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

 

Share on facebook
Share on twitter