altemaelze

Pupped Dance

Royal Desolation

Fett und transparent produziert sind die relativ kurzen Songs,  genau das was man von dieser Metalcore erwartet!

Mit dem Debüt-Album „Puppet Dance“ betritt das Schweizer Quintett Royal Desolation den musikalischen Boden, der hier Metalcore mit netten Modern Metal heißt (und genau nicht meine Geschmacksrichtung darstellt). Fett und transparent produziert sind die relativ kurzen Songs,  genau das was man von dieser Musikrichtung so erwartet: Tiefes Growling, der sich mit Klargesang abwechselt, tiefer gestimmte Gitarren, Breakdowns, keine Soli nur Geriffe und eine starke Rhythmusfraktion, die von hinten Dampf auf den Kessel bringt. Damit die Musik nicht zu eintönig wird, gibt es immer mal wieder 80er Jahre Keyboards („ Runaway“ der das gesamte vorher erwähnte Paket beinhaltet) oder auch mal poppige Gesangslinien wie beim Titelsong. Komplett aus dem Rahmen fällt die tolle Ballade „Memories of Pain“ die fast nur mit Klargesang dargeboten von Klavier und Streichern begleitet wird und zudem tollen weiblichen Gesang von Grace Willis zu bieten hat. Dem gegenüber steht dann wieder ein Song wie „Army of Desolation“ wo nur der Brüllgesang regiert und mir dann zu eindimensional daherkommt. Technisch usw. einwandfrei dargeboten fehlen mir wie üblich die Gitarrensoli, um mit dem Album glücklich zu werden. Wenn Metalcore, dann eher Parkway Drive, die hier dann doch eine Ecke mehr zu bieten haben. Dennoch reicht es bei mir für vier Sterne und die avisierte Zielgruppe sollte hier dennoch mal rein hören und addiert dann vielleicht den einen oder anderen Stern noch drauf. Die interessanten Texte wie Depression und deren Bekämpfung, schwere Kindheit des Gitarristen usw. hätten es verdient wahrgenommen zu werden. (Sonic Attack) HJH

****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

Share on facebook
Share on twitter